IS3
Er that's, und fand ihn schwer. „Das hätt' ich nicht gemeint,"Sprach er beschämt; „er ist so leicht nicht, als er scheint."
Der König lächelte: „Das hat in seinem LebenDein Vater oft erprobt, denn dieser Stab war mein;
Doch laß nun sehn, mein Sohn, wie wird es dir gelingen,
Die Last des längern Stocks von ihrem Ort zu bringen?"
Der Jüngling greift ihn an: „Wie? welch ein Centnerstein!"
Er zerrt, er keucht, er schwitzt, umsonst ist sein Bemühen.
Er konnte das Gewicht nicht in die Höhe ziehen.
Das mag mir ein Versuch für einen Titan seyn,"
Rief er und warf den Stab voll Mißmuth aus den Händen.„Sohn," sprach der Vater itzt," vergiß den Unterricht,
Den dieses Bild dir gibt, in deinem Leben nicht.
Laß die Vergrößrungssucht nie deinen Geist verblenden.
Des Scepters Länge steht, was auch der Ehrgeiz wähnt,
Mit unsers Armes Kraft im umgekehrten Maaße,
Und unsre Macht zerplatzt, gleich einer Seifenblase,
Gerade wenn sie sich am weitesten ausgedehnt.
Apoll und Minerva.
Apoll ward aus dem SternensaalVon dem Papa zum zweitenmal,
Und zwar mit Pallas, fortgejaget.
Aus welchem Anlaß, weiß ich nicht;Allein Herr Zevs wird, wie man saget,Gar oft vom bösen Spleen geplaget;