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Die zwo Statuen.
Der König Dionys besaßIn seinem großen BildersaaleZwo Statuen des Phidias,
Von denen die OriginaleTyrannen nicht willkommen sind,
Äst jede gleich das schönste Kind,
Das selbst die Götter zeugen können.
Um Recht zu haben, darf ich nurDie beiden Zierden der Natur,
Die Wahrheit und die Freiheit, nennen.
Ein Wunder gab dem holden PaarDie Sprache, die allein ihm fehlte»
Die Freiheit ward zuerst gewahr,
Daß ihre Zunge sich beseelte.
Man kennt sie schon als Schwätzerin;
Sie grüßt entzückt die Nachbarin,
Und sagte nach der ersten Freude:
.„Schon längst verstehen wir uns beide,
Und dennoch, Kind, begreif' ich nicht,
Warum die Künstler dir GesichtUnd Busen halb mit Flor bedecken." —
„Ich würde sonst die Menschen schrecken;
Sie können mich nicht nackend sehn,"
Sprach sie. — „Das kann ich nicht versteh»;Statt meine Reize zu verstecken,"
Versetzt die Freiheit, „heißt ein SchlußDes Schicksals mich sie jedem weisen;