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Beschreibung der in England seit 1759. angelegten, und jetzt gröstentheils vollendeten schiffbaren Kanäle, zur innern Gemeinschaft der vornehmsten Handelsstädte : Nebst einem Versuch einer Geschichte der inländischen Schiffahrt, und aller, bis jetzt, in- und außerhalb Europa bekannten schiffbaren Kanäle / Von J. L. Hogrewe ...
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10
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10 Geſchichte der inlaͤndiſchen Schiffahrt.

Ich uͤbergehe jedoch letztere, als nicht zu unſerm Zweck gehdrige, mitStillſchweigen, und ſchraͤnke mich lediglich auf die ein, die zur innern Schif—fahrt angewandt werden.

Die Erfindung der Stauſchleuſen gehoͤret wenigſtens ins 14te Jahrhun-dert; weil man ſolche noch jezt, auf der im Jahre 1390 zwiſchen Luͤbeck und Lau—enburg angelegten Stecknitzfahrt antrift, die, ohnerachtet ſolche oͤfters ganz neuerbauet ſind, dennoch ihre erſte urſpruͤngliche Einrichtung beſtaͤndig beybehalten.

Die, welche Herr Bellidor im Zten Capitel des 4ten Buchs ſeiner Waſſer—-baukunſt beſchreibet, beſtehen aus zwey Seitenwaͤnden, die einen 16 bis 18 Fußbreiten Raum zwiſchen ſich laſſen; oben liegt quer uͤber die Schleuſe, ein Dreh—balken, der ſich mit dem Drehſtaͤnder, und drey andern an ihm hangendenStaͤndern, die unten durch ein Eiſen zuſammen gehalten werden, bewegt. Sollnun das obere Waſſer geſtauet werden: ſo ſetzet der Schleuſenwaͤrter, der uͤbereine kleine, an einem andern Drehbalken befeſtigte Bruͤcke gehen kann, in dievier Zwiſchenweiten der hangenden Staͤnder, verſchiedene leichte Schuͤttbretteruͤber einander, und ſchließet den ganzen Raum. Soll aber ein Schiff durchge—laſſen werden: ſo werden die Schuͤttbretter, eins nach dem andern, heraus ge-zogen, und das obere Waſſer ſo weit abgelaſſen, bis es mit dem untern eine faſtgerade abfallende Linie macht, da denn der Drehbalken mit ſeinen hangendenStaͤndern, der dem Waſſer nur wenig Flaͤche entgegen ſtellet, herum gedrehetund laͤngſt der Seitenmauer angeleget wird, damit die Fahrt frey, und dieSchiffe herauf oder herunter gehen koͤnnen.

Die Schleuſen auf der vorerwehnten Stecknitzfahrt ſind von vorbeſchrie—benen nur darin unterſchieden, daß ſich auf jeder Seite, ein, aus drey Staͤn-dern, zwey Querriegeln und einem Querbande zuſammen geſetzter Thuͤrrahmenbefindet, die ſich in Angeln bewegen, und ſich unten gegen die Schwelle, obenaber gegen einen Drehbalken, der zugleich zum Stege dienet, ſtuͤtzen. Sie ſindnur ſo breit, daß, wenn ſie geſchloſſen, ein Raum zwiſchen ihnen bleibet, 5

ihrer