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Beschreibung der in England seit 1759. angelegten, und jetzt gröstentheils vollendeten schiffbaren Kanäle, zur innern Gemeinschaft der vornehmsten Handelsstädte : Nebst einem Versuch einer Geschichte der inländischen Schiffahrt, und aller, bis jetzt, in- und außerhalb Europa bekannten schiffbaren Kanäle / Von J. L. Hogrewe ...
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III. Von den verſchiedenen Arten der Schleuſen. 13

innern Maſſer entgegen, damit bey dem Waſſerwechſel, da bald das aͤußere balddas innere höher ſtehet, die Thuͤren immer geoͤfnet, und die Schiffe durchgelaſ—ſen werden konnen.

Sind dieſe Thuͤren aber bloß zur Sicherheit, und nur darum angeleget,damit, wenn etwa unverſehens ein Paar Thuͤren ſchadhaft wurde, die hinterſelbigen belegene, dem einbrechenden Waſſer den gehdrigen Wiederſtand leiſten:ſo iſt der Vorſprungswinkel beyder Paar Thuͤren nach einer Seite gerichtet.

Auch die Rollbruͤcken verdienen hier einen Platz, weil ſie vor Zeiten die Stelleder Schleusen vertraten, und, um die großen Koſten, welche Schleuſen erfordern,zu erſparen, da angeleget wurden, wo die Schiffahrt nicht ſehr wichtig, oderwo es auf keine Weiſe erlaubt war, denen Muͤhlen etwas von ihrem Waſ-ſer zu entziehen. Sie ſind von alter Erfindung. Cornelius Meyer, und nachihm, Herr Sturm und Herr Bellidor haben ſie beſchrieben. Erſterer behaup—tet, daß zwiſchen Amſterdam und Schwerdam, eine ſolche Bruͤcke liegen ſoll.Ich, meines Theils, habe keine in Holland angetroffen. Die Chineſer, denenbis jetzt die Schleuſen noch unbekannt ſind, bedienen ſich derſelben, wiewohlohne Rollen.

Dieſe Rollbruͤcken beſtehen aus zwey, von Holzwerk zuſammen geſetztenFlaͤchen, die oben in einem ſtumpfen Winkel zuſammen ſtoßen, und wovon dieeine ſich nach dem obern, die andere aber nach dem untern Kanal neiget. Aufdieſen Flaͤchen, liegen alle 3 bis 4 Fuß hoͤlzerne Walzen, die ſich um eiſerneZapfen bewegen, und auf welchen die Schiffe hinglitſchen, wenn ſie aus einemKanal in den andern, mittelſt an beyden Seiten angebrachter Erdwinden, nebſtKloben und Tauen, uͤber dieſe Flaͤchen gezogen werden.

Die vielen Arbeiter, die bey einer ſolchen Bruͤcke erforderlich waren,muſten nothwendig große Koſten verurſachen, auch konnte es nicht fehlen, daßdie Schiffe dabey ſehr abgenutzet wurden, weswegen denn dieſe Erfindung, die

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