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Beschreibung der in England seit 1759. angelegten, und jetzt gröstentheils vollendeten schiffbaren Kanäle, zur innern Gemeinschaft der vornehmsten Handelsstädte : Nebst einem Versuch einer Geschichte der inländischen Schiffahrt, und aller, bis jetzt, in- und außerhalb Europa bekannten schiffbaren Kanäle / Von J. L. Hogrewe ...
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14 Geſchichte der inlaͤndiſchen Schiffahrt.

von wenigen Nutzen war, ſich nur eine kurze Zeit erhielt, ſelten gebnucht wurde,und, nachdem man den Vortheil der Kaſtenſchleuſen eingeſehen, gaͤnzlich ver-ſchwand.

V. Kanaͤle außerhalb Europa.

Nachdem ich nun durch dieſe kurze Erklaͤrung der verſchiedenet Arten von

9 Schleuſen, alles aus dem Wege geraͤumt zu haben glaube, was unſerein Gedanken anzuſtellende Bereiſung der Kanaͤle, unterbrechen koͤnnte; ſowill ich mit dem 10 6 zwiſchen dem Rothen- und Mittellaͤndichen Meere,deſſen die Geſchichtſchreiber, als des aͤlteſten, erwaͤhnen, den Anfang machen,und aus dem, was Herr Bellidor, in ſeiner Waſſerbaukunſt, im 4ten Capiteldes 4ten Buchs, davon beybringet, das noͤthigſte herſetzen.

Die Schriftſteller ſind uͤber dieſen Kanal nicht einig; einige geben vor,daß er wegen unuͤberwindlicher Hinderniſſe, niemahls ſchiffbar geweſen; anderebehaupten mit mehrern Grunde, daß er zur Vollkommenheit gebracht, waͤhrendetlicher Jahrhunderte gebraucht worden, und die Quelle des großen Kaufhan—dels der Egyptier geweſen ſey.

Der beruͤhmte Biſchof Huet, ſuchet in ſeiner Schrift, uͤber die Schif—fahrt des Koͤnigs Salomo, zu erklaͤren, wie die Flotte dieſes Koͤnigs, aus demRothen Meere, in das Mittellaͤndiſche habe kommen, ſich mit des Koͤnigs Hirams,zu Tyrus, ſeiner vereinigen, beyde Flotten mit einander nach Ophir gehen, undalda Gold holen konnen. Und er ſagt, daß man ſich nicht vorſtellen konne, daßdie Egyptier, dieſe arbeitſame, und zu ſolchen Werken gewohnte Nation, nach-dem ſie eine Menge Kanaͤle, zur Befruchtung ihres Landes gegraben, und mitunſaͤglicher Arbeit die erſtaunlich hohen Pyramiden aufgefuͤhret, es haͤtten un—terlaſſen ſollen, dieſe zwey Meere zu vereinigen, welches ihnen doch unzaͤhligviele Bequemlichkeiten und Vortheile brachte.

Nach einer alten arabiſchen Tradition, ſoll es eine gewiſſe Sache ſeyn,daß der Nil mit dem arabiſchen Meerbuſen verbunden worden. Man ſetzet denZeit-