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Beschreibung der in England seit 1759. angelegten, und jetzt gröstentheils vollendeten schiffbaren Kanäle, zur innern Gemeinschaft der vornehmsten Handelsstädte : Nebst einem Versuch einer Geschichte der inländischen Schiffahrt, und aller, bis jetzt, in- und außerhalb Europa bekannten schiffbaren Kanäle / Von J. L. Hogrewe ...
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22 Geſchichte der inlaͤndiſchen Schiffahrt.

dis Thore geſchloſſen waren, um das Waſſer aufzuhalten, ſelbiges unter demSchleuſenboden durchlief, und ſolche nebſt den Seitenmauren, in kurzer Zeitwegriß. Breckel entwich hierauf heimlich aus Rußland, und entgieng dadurchder verdienten Strafe. Der Kayſer, der ſich in dieſer Zeit in England aufhielt,erkieſete zur Fortſetzung dieſes Baues, einen engliſchen Ingenieur-Kapitain, Jo-hann Perry, der ein ſehr geſchickter Mann, und in allem Betracht, das Wie—derſpiel des vorigen war. Er hatte aber von den rußiſchen Miniſtern und vielenGroßen des Reichs, die alle gegen dieſen Kanal waren, und in Breckels mislun—gener Arbeit, hinreichenden Grund zu finden glaubten, daß alles vergeblichſeyn wuͤrde, ſo viel auszuſtehen, daß er wieder nach England zuruͤck reiſete,nachdem ihm eine Arbeit von etlichen Jahren ſchlecht belohnet worden.

Vermuthlich hat dieſer Perry die Vereinigung nicht voͤllig zu Standegebracht; denn Herr Buͤſching, giebt einen Kaufmann, Serdukow, an, der, un—ter Regierung Peter des Großen, die Fluͤſſe Twerza und Mſta, bey dem FleckenWyſchnei⸗Wolotſchock, durch einen Kanal vereiniget haben ſoll, welcher 3 Wer—ſte lang iſt, und 2 Schleuſen hat; ſo, daß man alſo, von Petersburg ab, die Ne—wa hinauf, durch den Ladogaiſchen-See, in der Wolkofa fort, bis nach Novogo—rod, am Ilmen⸗See, von da die Mſta hinauf, durch gedachten Kanal in dieTwerza, und die Wolga hinunter, bis ins Caspiſche-Meer, folglich durch einenWeg von mehr als 600 Meilen, durch ganz Rußland, zu Schiffe kommen kann.Es gehen jaͤhrlich an 2000 Barken, durch dieſen Kanal, nach Petersburg, undmuͤſſen ſelbige ein Kanalgeld erlegen. Wahrſcheinlich iſt dieſe Gemeinſchaftgleich im Anfange dieſes Jahrhunderts vollendet worden.

Weil aber die Fahrt auf dem Ladogaiſchen-See, vornemlich bey ſtarkenWinde, ſehr gefaͤhrlich war, und viele Schiffe dabey verungluͤckten, ſo ließ Pe—ter der Große, laͤngſt dieſem See, zwiſchen der Muͤndung der Newa und Wol—kofa, einen Kanal ziehen, der unter dem Nahmen, des Ladogaiſchen-Kanals,um deſto mehr bekannt geworden iſt, weil ſich bey demſelben viele beſondere Vor—faͤlle eraͤugnet haben. Und dieſe ſind zu merkwuͤrdig, und, in verſchiedenen Be-

tracht,