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H. 22.
Entwurf des Angriffs.
Zn dem ersten Entwurf des Angriffs bestimmtman den Ort des Angriffs, die AnortMung der Trup-pen zu demselben, und die falschen Angriffe. Durch'diese wird der Feind gezwungen, auf alle Theile derVerschanzung seine Aufmerksamkeit zu wenden, sodaß er die Schanzen, auf welche der eigentliche An-griff gerichtet wird, nicht unterstützen kann. Beidiesem Entwurf muß man jedesmal wohl überlegen,ob man den Feind nicht turniren oder in den Rückengehen könne. Strucnsee führt mehrere Beispielean, wo durch einen schwachen Angriff auf den Flü-gel oder' in den Rücken einer Verschanzung dieselbeerobert ist.
§. 23 .
Zeit des Angriffs.
Greift man in der Nacht an, so leidet man, ehtMan an den Graben kömmt,' wenig von dem feind-lichen Feuer, und der Feind kann unsere wahresAngriffe nicht von den falschen unterscheiden. Da-gegen aber hat nun unsere Artillerie die feindlichesWerke nicht beschossen, , und dann können unsereTruppen leicht in Unordnung kommen und ihreSchuldigkeit vernachlässigen, ohne daß es bemerktwird. Richtete man den Angriff so ein, daß wasmit TageS Anbruch die Verschanzung erreichte, sowiche man zwar dem letzten Nachtheil meistens aus,