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Beschreibung der in England seit 1759. angelegten, und jetzt gröstentheils vollendeten schiffbaren Kanäle, zur innern Gemeinschaft der vornehmsten Handelsstädte : Nebst einem Versuch einer Geschichte der inländischen Schiffahrt, und aller, bis jetzt, in- und außerhalb Europa bekannten schiffbaren Kanäle / Von J. L. Hogrewe ...
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34 Geſchichte der inlaͤndiſchen Schiffahrt.

Die Schleuſe liegt am linken Ufer der Goͤtha-Elbe, einem Waſſerfalle,von beſagter Hoͤhe, gerade gegen uͤber, und hat durch einen, in den Felſen ein—gehauenen Kanal, deſſen Laͤnge von 240, die Breite, von 20, und die Tiefe,von 10 Fuß iſt, Gemeinſchaft mit dem Fluſſe, uͤber dem Waſſerfall. DieSchleuſe ſelbſt iſt, 60 Fuß lang, 20 breit, und 64 Fuß tief, in den Felſen ausge-arbeitet, und es gehet von ihrem unterſten Ende, ein 160 Fuß langer unterirdiſcherKanal ab, deſſen Boden mit dem, von der Schleuſe, in gleichen Horizont lieget,und der in dem Fluſſe, unterhalb des Waſſerfalls, wieder zu Tage ausgehet.Seine Breite und Hohe betraͤgt 20 Fuß, ſo, daß nach Abzug der Waſſertiefevon ro Fuß, welche die Fahrt durchgehends hat, noch eben ſo viel Raum uͤberdem Waſſer bleibet. Hiernach muͤſſen ſich die Schiffe mit ihrer Ladung richten,und wenn ſie durch dieſen unterirdiſchen Kanal gehen, ihre Maſten und Segelniederlegen.

Die obern Thuͤren befinden ſich, wie gewohnlich, im obern Kanal; dieunterſten aber ſchlieſſen den unterirdiſchen Kanal. Letztere muͤſſen ſehr ſtarkſeyn, damit ſie dem heftigen Seitendruck der Waſſerhoͤhe, von 64 Fuß, dengehdrigen Wiederſtand zu leiſten vermoͤgend ſind.

MI. Daͤniſcher Kanal im Herzogthum Holſtein.

De vortheilhafte Lage der Herzogthuͤmer Schleswig und Holſtein, die aufder einen Seite, die Oſtſee, und auf der andern, die Nordſee zur Grenzehaben, gab ſchon, unter der Regierung des Herzogs, Friedrich IV, zu Schles—wig⸗Holſtein, Gelegenheit zu dem Entwurfe, dieſe beyden Meere, durch einenKanal, der von Schleswig ab, in dem Schleyfluß hinauf, und durch den Treue—Fluß, bey Friedrichſtadt, in die Eyder gienge, zu verbinden; damit der großeUmweg nach dem Sund und Belt, und die damit verknuͤpfte Gefahr ver miedenwuͤrde, und die Schiffe durch einen weit naͤhern und ſicherern Weg, aus der einenSee in die andere, gelangen konnten. Doch dieſes Vorhaben kam in Ver-geſſenheit, und erſt nach der Austauſchung des ruſſiſchen Autheils an dieſen Her—

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