Buch 
Beschreibung der in England seit 1759. angelegten, und jetzt gröstentheils vollendeten schiffbaren Kanäle, zur innern Gemeinschaft der vornehmsten Handelsstädte : Nebst einem Versuch einer Geschichte der inländischen Schiffahrt, und aller, bis jetzt, in- und außerhalb Europa bekannten schiffbaren Kanäle / Von J. L. Hogrewe ...
Entstehung
Seite
33
JPEG-Download
 

VI. Schwediſcher Kanal. 33

7

ſen, zuſammen genommen, einen 64 Fuß hohen Fall ausmachet. Letzteres ſollnach dem Bericht, welchen Herr Schloͤzer, im igten Heft ſeines Briefwechſelsdavon giebt, 1777 zu Stande gekommen ſeyn. Auch ſagt derſelbe, daß ineben dieſem Jahre, zwiſchen dem Landſee Bark, in Dalerne, und Stroͤms—holm, eine Schiffahrt errichtet ſey, die vornemlich zur Erleichterung des Trans—ports, fuͤr dieſe, an Eiſenbergwerken ſehr reiche Gegend, dienet, und mit In—begrif der Daͤmme und Zugbruͤcken, 135. 560 Rthlr. Species gekoſtet habenſoll, wozu das Alſtroͤmer Handelshaus, in Goͤtheborg, 20.000 Rthlr. unter—ſchrieben. Der Herr Director Ulfſtroͤm, der kuͤrzlich die Arbogen-Schleuſenzu Stande gebracht, fuͤhret dieſen Kanal aus; ſo wie ſich der Herr OberdirectorThunberg, bey der neuen Docke, zu Karlskrona, und den neuen Schleuſen, beyder Trollhaͤtta, ein Denkmahl ſtiftet.

Es gehet demnach nunmehro die Schiffahrt von Stockholm ab, durch den,12 Meilen langen Maͤler-See, in den Fluß und Kanal von Arboga, der dieſeStadt auf& Meile vorbey gehet, und auf welchem 9 Schleuſen liegen, fernerin den Hielmarſee, und nach der daran liegenden Stadt Orebro; nimmt ſodannihren Lauf durch den Schwart-Fluß, und durch Kanaͤle, welche verſchiedenekleine Seen verbinden, und muͤndet in den großen Wennerſee ein, der 14 Meilenlang iſt. Aus dieſem gehet ſie, bey Wennersborg vorbey, durch den, 14.000Fuß langen Karlsgraben, in die Goͤtha-Elbe, und ſelbige, mittelſt letztbe—nannter 4 Schleuſenfaͤlle, hinunter, bis nach Goͤtheborg, in die Nordſee.

Dieſe Schleuſen, welche faſt durchgehends in Felſen eingehauen ſind, ver—dienen, ſo wohl wegen ihrer Erfindung, als auch weil ſie bis jetzt die einzigen inihrer Art ſind, eine kurze Beſchreibung; und hiezu will ich die Schleuſe Pohl—hem auswaͤhlen, deren Fall der groͤſte, nemlich von F4 Fuß iſt. Gewoͤhnlichwuͤrde eine ſolche Hoͤhe, eine F bis 6 fache Schleuſe erfordern, hier aber ſteigendie Schiffe dieſe 54 Fuß, auf einmal hinauf, und fallen ſolche auch wieder

hinunter.

E Die