Band 
Einundzwanzigster Band. Erster Theil.
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ober Schalkheit verriethe; er scheint immer zerstreut, undist eS nicht selten. Er hatte Colmann und mich schriftlicheingeladen, und es wieder vergessen. Wir überfielen ihnim eigentlichsten Verstand auf dem Landgute des HerrnThraileö*), dessen Frau, eine artige Walliserin, Grie-chisch zum Zeitvertreib lies't und übersetzt. Hier lebt John-son und herrscht (denn er mag wohl herrschen), wie imSchooße seiner eignen Familie. Er empfing uns freundlich,ob ihn gleich nie eine gewisse Feierlichkeit verließ, die inseine Sitten, wie in seinen Stvl, verwebt ist. Er rundetauch im Umgänge seine Perioden, und spricht beinahe imTheaterton; aber was er sagt, wird durch ein gewisses ei-genes Gepräge interessant. Wir redeten von der englischenSprache; und ich merkte an, daß sie ihre Perioden ge-schwinder, als andere Sprachen, durchlebte; schon ist mehrUnterschied, sagte ich, unter ihren jetzigen Schriftstellernund dem celedrstsä club vk sutlior» aus der Zeit der Kö-nigin Anna, als unter den Franzosen dieses und des vori-gen Jahrhunderts. Sie streifen in fremdes Gebiet, undverschweigen den leichterworbenen Raub; denn sie folgenSwist's Rath nicht, neue Wörter zwar aufzunehmen, aberwieder zu verstoßen. Wir erobern, fiel mir ein Anwe-sender in die Rede, neue Wörter im Enthusiasmus,und geben sie zurück bei kaltem Blute, wie unsere Con-queten beim Frieden. Aber büßen sie, fragte ich, nichtbei der Nachwelt dafür? Denn so bleiben sie kaum demdritten Menschenalter verständlich. Neue Wörter, ant-wortete Johnson, sind ein wohlerworbener Reichthum.

') Mitglied des Parlaments für South mark; ein reiche« Bier-brauer.