Band 
Einundzwanzigster Band. Erster Theil.
Seite
141
JPEG-Download
 

141

Zwölfter Bri ef.

Paris den 1. Dec. l76Z»

3» dem Hause des Herrn Necker, Residenten der Re-publik Genf, versammelt sich Sonntags eine gemischte zahl-reiche Gesellschaft, welche eben darum nicht merkwürdig ist.Menschen, die sich wenig kennen, haben sich auch wenig zuerzählen; Alle schwatzen, Niemand unterhält sich. Man istnirgends einsamer, als im Gedränge.

Aber jeden Freitag finden Sie daselbst <li k'rmicm ilköre, einen engern Zirkel, der Ihre Aufmerksamkeit verdient.Hier erscheint, im Verstände des Worts, der Schatten Colar-deau, mit erloschenem Blick, ganz erschöpft durch Seelen»Wollust, Barthe, ein Feuerwerk im Witz, ie xentil Lerosrä,der leise Sänger der Liebe, Dorat mit Guirlanden en islda-I»5, der so gerne buhlte mit der Natur, und dafür einOpernmäbchen erwischt hat, Suard, der in Perioden cimbelt;Thomas, jetzt abwesend, gehört mit dazu, ein Philosoph imPurpurmantcl, dessen Rede Posaunenton ist.

Dieses Kränzchen ist in Paris, was, in einem mannich-faltigen Garten, ein holländisches Blumenstück ist; es find