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gültig seyn. Ick bleibe mit ihm dnrch die zärtlichste Erin-nerung verbunden, und ich vergesse nichts, al« seine Belei-digungen. Möge seine Wohlfahrt ferner gedeihen, möge e»einen Ueberfluß an bessern Bürgern, und die glücklicher sindals ich, besitzen!"
Rousseau fand in dem einsamen Dorfe den Friede«nicht, den er suchte. Weder die Macht des Philosophen aufdem Thron, noch die Freundschaft seines Statthalters*),konnten ihn gegen Priestereifer schützen. Weil die Geschichtedieser Verfolgung merkwürdig ist, so will ich sie umständlicherzählen.
Als Rousseau daselbst ankam, drängte sich der PastorM*** mit einer sanften Freundlichkeit an ihn. Er nahm,wie es schien, mit Rührung an seinem Schicksale Theil; erbeklagte den redlichen leidenden Mann, und wollte nicht mitdem Irrenden streiten; ja auf die allgemeine Erklärung, daßer sich zur reformirten Kircke bekenne, ließ er ihn zumAbendmahle zu; er versicherte laut, daß dieser SchrittseinerGemeinde zur Ehre gereiche, und die Gläubigen erbauenwürde.
Rousseau freute sich des liebreichen Priesters. Er hattenirgends so viel gutmüthiges Wohlwollen erfahren; er warin der Kirche, oft bis zu Thränen, bewegt, und glaubte,daß der echte Geist der christlichen Liebe auf dieser Gemeinderuhe. Das bekannte Schreiben an den Erzbischof Beaumonterschien, ohne daß der Pastor M*** dadurch geärgert wur-de; auch die Briefe vom Berge wurden bekannt) sie gefielendem guten Seelenhirten. Er nahm mit Dank ein Exemplar
') Des würdigen Lord Marschall.