Band 
Zweiundzwanzigster Band. Zweiter Theil.
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der Regel, und stürzten die verehrten Idole von ihren ho-hen Altären, gewannen lieb die Matrone Natur, zeugtenmit ihr Kinder, heißen Werke dcö Genies, und die Ma-trone buhlt nur in ihrem Kränzchen herum, wie ein otahei-tischeS Kebsweib.

Lieber Jünger, wenn dich eine Laune des Volks auf ir-gend einem Jahrmarkt für den Wundermann ausruft, er-hebe dich dessen nur wenig! Mag seyn, daß du heute deineTinctur für gediegenes Gold auötropfest, wird aber nichtimmerhin dauern; denn das Volk kömmt und geht wie Ebbeund Fluth, und verläßt zuweilen den kaiserlich privile-girten Operateur, und läuft nach der weifen Frau bei Han-nover*).

Alsdann stehst du einsam und frierst, in deiner allenWinden offnen Bude, mitten unter deinen Murmelthieren

*) Diese Frau, Mamma genannt, hat, allen Wunberverlcumder»zum Trotze, ohne Teufel, unglaubliche Suren vollbracht, unddas >m Jahr Ein Tausend Sieben Hundert und Sieben undSietenzig; ich schreibe mit Buchstaben, damit kein künftigerCommenrator die Zahl Tausend als einen Druckfehler wegstreicht.Es war um die Zeit, als in Spanien die Inquisition sich wiedererhob, als in Portugal dieNuntiatur ihre Bude wieder ausschloß,als in Neapel der Zelter wieder überreicht ward, als man inFrankreich ein Parlamentsdckret gegen die Jesuiten unterdrückte,als in England der Doktor Meyersbach mit Arzneien aus Blei-zucker so.vuo Pfund Sterling gewann, als man in DeutschlandJacob Böhmen für ein Genie erklärte, und keine neue Wahrheitmehr bewies, sondern fühlte — alle dem gingen nahe vorherSchröpfcr und Eaßner und Meßmcr. Es dämmert eine sanfteAbendrölhe im aufgeklärten Europa.