Band 
Zweiundzwanzigster Band. Zweiter Theil.
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und Affen, oder predigst, wie Swift, in der leeren Kirchezum Küster: „Meister Robert, es vermahnt uns Beide derheutige Tert" u. s. w.

Wenn du rührst und gefällst in deinem Kirchspiel, wagedich nicht gleich auf die größere Bühne. Das Lächeln, dieThränen deiner Nachbarin sind noch nicht Huldigung deinerNation; und du träumst schon zu wirken auf fremde Völker,auf die Folgezeit?

Dein Vaterland theilt oft verschwenderisch genug seinEichenlaub aus, nimmt's aber zurück, wenn es näher geäugtund entkleidet hat die vornehmaufgestutzte Trivialität.

Eine menschenfreundliche biedre That, welche deinemBruder frommt und gedeiht, ist verdienstlicher als deineHerculesarbeit zum Besten der Welt. Sey Mann deinesWeibes, Vater deiner Kinder, Bürger deines Städtchens,und lehre nicht gleich die Fürsten regieren. Das allgemeineWohl hängt wahrlich nicht am Faden in der Hand irgendeines Genies, sondern tausend Räder wälzen sich unauf-haltsam fort^ und das Universum wandelt unter dem Fin-ger Gottes. Geister, die zerrütteten, umschufen, bildeten,sind, zum Glück der Erde, nur selten. Ja, wenn du dieGeschichte nicht blos an ihren Zipfeln anfassest, wenn dunicht mit Einfällen über ganze Perioden hinfährst, sondernkalt und geduldig wägest und prüfest, so findest du, baßdie Halbgötter alle, durch Glück und Zufälle, mächtigerwirkten, als durch eigenthümliche Kraft; denn glaube mir:Brobdignake an Weisheit und Tugend, ungeheure Dimen-sionen gibt es unter den Sterblichen nicht. Nachruhm istein blind geworfenes Loos, das aus der Schale des Schick-