Die Befestigungskunft,
begründet
auf den Angriff und die Vertheidigung.
Einleitung.
?. i.
Die Gewalthemdlungen des Stärkeren nöthigtenschon im ersten Beginnen der Kultur den Schwä-cheren, Ruhigeren, auf Schutz und Widerstandgegen die räuberischen Angriffe des Erstem zu den-ken. Er fing daher an, seine Wohnplätze mit Pfahl-werken und Erdschüttungcn, bald auch mit Mauernzu umgeben, so hoch, daß sie ohne besondere Hülfs-mittel nicht überstiegen werden konnten. Diese Hülfs-mittel fanden sich; ja, der Angreifer war endlich sogarini Besitz von mancherlei Werkzeugen, um die Mauernzu fällen und sich durch ihren Einsturz einen Wegin den von ihnen geschützten Raum zu bahnen.So standen Angriff und Vertheidigung in steter Wech-selwirkung gegen einander, weil diese unausgesetztbemühet war, jenes Vorschütte zu hemmen und seinStreben zu Ueberwältigung des Ortes zu vereiteln.Das Gelingen dieser Bemühung giebt den Maaß-stab zu Beurtheilung des Werthes jeder Befestigung,IV. i. 1