46 Geſchichte der inlaͤndiſchen Schiffahrt.
Dieſe Fahrt auf dem neuen, oder Friedrich Wilhelms-Graben, iſt bisjetzt noch in ſehr guten Stande, und wird haͤufig gebraucht, da vornemlichBerlin dadurch eine ſehr gute und nicht koſtbare Gemeinſchaft mit Schleſienunterhaͤlt.
Friedrich II, bereinigte, in den Jahren von 1743 bis 1746, die Odermit der Havel, durch den ſogenannten Finow-Kanal, der unterhalb Nieder—Finow, aus der Oder, den Fluß Finow hinauf ſteiget, und bey Liebenwaldeſich mit der Havel vereiniget, 42 Meilen lang iſt, und auf welchem 13 Schleu-ſen liegen.
Der Friedrichs oder Plauiſche-Kanal, der die Havel mit der Elbe ver—einiget, und die Waſſerfahrt, zwiſchen Berlin und Magdeburg, um die Haͤlfteabkuͤrzet, wurde auf Befehl des vorgedachten Koͤnigs, vom kſten Juny 1743,bis den Ften Juny 1745, durch den Ingenieur, Mahiſtre, zu Stande gebracht.Es nimmt derſelbe bey Plauen, an der Havel, ſeinen Anfang, durchſchneidetdie Stremme und Ihle, und gehet bey Parei in die Elbe. Die ganze Laͤngedes Kanals betraͤgt 8655 rheinlaͤndiſche Ruthen, oder 44 Meilen, er iſt auf demBoden 22, oben auf der Waſſerflaͤche, 36, und an einigen Stellen 40 bis o Fußbreit, und es liegen 3 Schleuſen, jede von/ Fuß Fall, und 9 Bruͤcken auf ſelbigem.
Koͤnig Friedrich J, ließ den Saal-Fluß, von Halle ab, bis an die Elbeſchiffbar machen, und wegen der darauf liegenden Muͤhlen und Wehre, die 7,von Quadern erbauete Schleuſen, nicht auf ſelbigem, ſondern auf den, an dieſenStellen, beſonders dazu ausgegrabenen Neben-oder Umzugs-Kanaͤlen, anlegen.Dieſe Schleuſen ſind zwiſchen den Thuͤren, 18 Fuß, im Keſſel aber, 205 Fußbreit, und 220 Fuß lang; jede derſelben ſoll 20.000 Rthlr zu erbauen geko—ſtet haben. Dieſer Konig ließ auch die ſchoͤne ſteinerne Schleuſe, die in Berlinauf der Spree lieget, und 252 Fuß lang und 24 Fuß breit iſt, bauen.
Die Flies, ein kleiner Fluß, der bey Wuſterhauſen in die Spree faͤllt,ſti, mittelſt drey angelegter Schleuſen, dergeſtalt ſchiffbar gemacht worden, daßziemlich