IX. Kanäle im Preußiſchen und Brandenburgiſchen. 47
ziemlich beladene Schiffe, von Berlin uͤber Wuſterhauſen, Mittenwald, Mellen,Zoſſen und Spremberg, bis nahe an die ſaͤchſiſche Grenze fahren, und vornem—lich der Stadt Berlin, die bendthigten Gipsſteine, die in dieſer Gegend gebro—chen werden, zufuͤhren konnen.
Im Königreich Preußen, ſind auch, zur Befoͤrderung der Handlungmit Lithauen, verſchiedene Kanaͤle gezogen: als
rlich) Die ſogenannte neue Gilge, welche bey Lapehnen anfaͤngt, und ſich beySkepen, im Fluſſe Gilge, endiget. Sie wurde 1613 angefangen und1616 zu Stande gebracht.
2tens) Die neue Deine, welche beym Koͤnigl. Vorwerke, Schmerberg, anfaͤngt,in gerader Linie bis Tappian fortgehet, daſelbſt in den Pregel fallt, und2 Meilen lang iſt.
gtens) Der kleine Friedrichs-Graben, der unweit Rautenburg, in der Gilge,ſeinen Anfang nimmt, bey Petriken in den Fluß Memmonin gehet undeine Meile an Laͤnge hat.
Atens) Der große Friedrichs-Graben, der an der Wippe, die ein Arm desFluſſes Memmonin iſt, anfaͤngt, bey Lablan in die Deine faͤllt, und 3Meilen lang iſt.
Beyde Friedrichs-Graͤben, hat eine verwittwete Graͤfin Truchſes, 1688zu graben anfangen laſſen, und ſolche 1696 vollendet, gehdren aber, ſeit 17173,dem Koͤnige.
Dieſe Vereinigung der Gilge, Deine und Pregel, verſchaffet denen,auf dem Muͤmmel⸗Fluſſe herunter kommenden lithauiſchen Fahrzeugen, die fuͤrſie wichtige Bequemlichkeit, daß ſie nicht mehr gendthiget ſind, erſt in dasChuriſche Haf, und von da, wieder bey Labian, in die Deine einzulaufen; ſon—dern daß ſie nun ſo fort, mittelſt vorbeſagter Graͤben, gleich in die Deine, undbey Tappian, mittelſt etlicher Schleuſen, in die Pregel, die bey Königsberg indas Friſche⸗Haf ausfließet, gehen koͤnnen.
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