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Beschreibung der in England seit 1759. angelegten, und jetzt gröstentheils vollendeten schiffbaren Kanäle, zur innern Gemeinschaft der vornehmsten Handelsstädte : Nebst einem Versuch einer Geschichte der inländischen Schiffahrt, und aller, bis jetzt, in- und außerhalb Europa bekannten schiffbaren Kanäle / Von J. L. Hogrewe ...
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X. Uebrige alte und neue Kanaͤle in Deutſchland. 5

dem Nahmen, Foſſa Eugeniana, bekannt iſt, anlegen, welcher den Rhein mitder Maaß verbindet, indem er ſich von Rheinbergen, bey Geldern vorbeh, bisnach Venlo erſtrecket.

Auf dieſem Kanale ſollten die aus Deutſchland kommenden Waaren fort-gebracht, und den Hollaͤndern dieſer Handel entzogen werden. Spinola ließ,um dieſe Arbeit zu decken, in gehoͤrigen Abſtande von einander, laͤngſt demſelben,24 Redouten anlegen und ſtark beſetzen. Der Prinz Friedrich Heinrich vonOranien, griff ſolche auch in der That, bald mit gluͤcklichen, bald mit ungluͤckli-chen Erfolge an, konnte aber doch die Vollendung dieſer Arbeit nicht hindern.Demohngeachtet iſt er nie recht in Gebrauch gekommen, und die Zeit hat ihn faſtganzlich zerſtoret; ſo, daß nichts als haͤufige Spuren von ihm uͤbrig geblieben ſind.

In Bayern, bey Muͤnchen, gehet aus der Iſer, ein gegrabener Kanal,uͤber Schleisheim nach Dachau, der 4 Meilen lang iſt.

Im Jahre 1778, wurde in einem offentlichen Blade, unterm roten May,von Frankenthal in der Pfalz, geſchrieben: der hieſige Kanal iſt nunmehro ſoweit fertig, daß Schiffe vom erſten Range, ſo wie ſie auf dem Rhein und Neckargehen, aus dieſen Stroͤmen, bis nahe an hieſige Stadt, mit voller Ladung,an⸗ und wieder abfahren konnen; wie denn wuͤrklich, dieſer Tagen, dergleichenSchiffe mit Fruͤchten, nach Strasburg zum erſtenmal von hier abgefahren ſind.Seitdem gehen mehrere andere Schiffe, aus dem Rhein und Neckar, ab undzu. Nur arbeiten jetzt noch viele hundert Haͤnde an dem großen Keſſel, der ander Steinpforte, mit allen, zum Aus- und Einladen erforderlichen Bequemlich—keiten, angeleget werden muß; dann iſt ein Werk geendiget, welches, als einewiges Denkmahl der hoͤchſten Milde und Fuͤrſorge unſers gnaͤdigſten Churfuͤr—ſten, unendlichen Segen den ſpaͤten Nachkommen gewaͤhren kann.

Auſſer der nicht geringen Anzahl großer und von Natur ſchiffbarer Fluͤſſe,womit Deutſchland geſegnet iſt, fehlet es noch weniger an kleinen Fluͤſſen und

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