68 Geſchichte der inlaͤndiſchen Schiffahrt.
durch den Moraſt bey Cama, und den Berg bey Juſſy, bis nach Fargnier,und theilet ſich daſelbſt, ſo, daß ein kurzer Arm nach la Fere, der andere aber,laͤngſt dem rechten Ufer der Oiſe, nach Chauny gehet, und ſich daſelbſt mitdieſem Fluß vereiniget, weil er von da ab, von Natur ſchiffbar iſt.
Zwiſchen St. Quentin, und dem dreyeckigten Baſſin bey St. Simon,liegen zwey Schleuſen, als eine von 9, und die andere von 6 Fuß Fall, ſowie denn, zwiſchen St. Simon und Chauny, wegen des Falls von 71 Fuß,9 Schleuſen, an denen dazu am ſchicklichſten Orten angeleget ſind.
Da die Somme von dem Meere ab, nur bis herauf nach Amiens ſchiff—bar iſt, faßte man den Vorſatz, von vorbeſagten Vertheilungspunkt, bey St.Simon, am linken Ufer des Fluſſes heraus, bis nach Amiens, einen Kanalzu ziehen. So nuͤtzlich aber auch die Ausfuͤhrung dieſes Projects waͤre, wo—von die Koſten ſich auf 22 Million Livres belaufen wuͤrden, ſo iſt es jedoch bisjetzt noch nicht dahin gediehen.
Der große Staatsminiſter, Herzog von Suͤlly, wollte die Seine mitder Loire, mittelſt des Fluſſes Loing, und eines, 11 franzoͤſiſche Meilen lan—gen Kanals, verbinden. Die Arbeit wurde auch etliche Jahre vor dem TodeHeinrich IV, angefangen, aber verlaſſen, bis endlich der Cardinal Richelieuſolche wieder vornehmen und zu Stande bringen ließ.
Dieſer Kanal nimmt ſeinen Anfang an der Loire, unterhalb Briare, vonwelchem Orte er auch ſeinen Nahmen fuͤhret, gehet am rechten Ufer des Trezee—Fluſſes hinauf, paſſiret bey Rogny den Loing-Fluß und laͤuft an deſſen rechtenUfer bis Chatillon fort, alwo er wieder uͤber dieſen Fluß, und an deſſen linken Uferhinunter, uͤber Montargis gehet, und ſich eine halbe Meile unter dieſer Stadt,wiederum mit dem Loing-Fluſſe, der bey Moret in die Seine faͤllt, vereiniget.
Die Schleuſen dieſes Kanals, die vermuthlich die erſten Kaſtenſchleuſenſind, welche in Frankreich angeleget worden, erhalten ihr Waſſer aus 7 25ern,