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1 (1833) Erdkunde / von C.A. von Malchus
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III. Die Strom- und Flvjsgcbiete etc. 423

der Tliefss nur durch den Gallaz-Berg getrennt,) und deskleinen Szamos, der sich aus zwei kleinen Quellfliissen, demwarmen und dem kalten Szamos gebildet, und bei Dees, itnNorden von Szamos-Uj var in Siebenbirgen mit dem erstem zu-sammentrifft. Von liier {liefst derselbe anfangs nordwestlich, und dannnord-nordwestlich in einem engen Thale bis nacli Misz-Totfalu,von wo der Flufs seinen Lauf in der Ebene fortsetzt; Mündung, bei011sva im Osten von Tokai. Länge seines Laufes, 64 Meilen.

e) Die Koeroesz, die sich aus mehreren gleichnamigen Ab-flüssen aus dem siebenbirgenschen Erzgebirge bildet, (dem schnellen,weifsen und schwarzen Koeroesz,) welche die Ebene von Debreczinund Grofs-Wardein dnrchschneiden, unterhalb Bekes sich ver-einigen, und gegenüber Czongrad ausmünden. Länge, unge-fähr 60 Meilen.

f) Der Marosch; derselbe entspringt an dem Rerge Dethegyim Süden von Gyer Gyo-sz-Miklos, fliefst innerhalb des nörd-lich gekehrten Bogens, welchen die siebenbirgensche Alpenkettebildet, westlich bis unterhalb Alvincz, von da südwestlich bisgegen Illie, und dann, bei Bad na aus dem Gebirge tretend, überArad und Komlos westlich zu seiner Mündung bei Szegedin.Länge seines Laufes, ungefähr 100 Meilen.

g) Die Bega, (am Ende ihres Laufes Karos genannt);Quelle, bei Gyular, an der südwestlichen Grenze von Sieben-birgen; dieselbe durchzieht die Ebene von Temeswar; Mündung,bei Szarduk im Norden von Semlin.

4) Der Temesch, der von seinen Quellen im Osten vonBus ca in dem siebenbirgenschen Alpengebirge, das Bannat ineinem nördlich gewandten Bogeii von Osten nach Westen zwischenflachen, sumpfigen, zum Theil mit Waldungen bekränzten Ufernin vielen Krümmungen durchschneidet, und nach einem Laufe von58 Meilen bei Pantsova ausiniindet.

b) An ihrer rechten Seite nimmt die Donau in ihrem mitt-leren Laufe nachstehende gröfsere Zuflüsse in sich auf, nämlich:

1) Die Leitha; Quelle, an dem Sömmering; fliefst nord-östlich durch die Wieselburger Gespannschaft; Mündung, nacheinem Laufe von 17 Meilen bei Ungarisch-Alten bürg.

2) Diellaab; Quelle, am Kcchberge in den Fischbacher-Alpen; fliefst in einem südlich gewandten Bogen nach ihrer Ver-einigung mit der Feistritz bei St. Gotthard in die Ebenetretend, und von hier schiffbar, nordöstlich zu ihrer Mündung beillaab. Länge ihres Laufes, 38 Meilen; mittlere Breite, 55Schritte; Flächeninhalt ihres Gebiets, 130 Meilen.