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Ueber die Einsamkeit : fünfter Theil / von Johann Georg v. Zimmermann
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aber fo parabiefifcb wie SBtelanb ergreifen triefet immerjunge einfame SfJIlifcefern bie Silber ber Siebe, Sufmerffamcrauf alle ihre ©efüfete, weniger mit ihrer Stetaphüdt befannt,unb weniger jerflreut, empft'nben ftc im Stillen ciel früherbat nähere Streben nach Bereinigung bet SJefen. ©ine2>ame oon meiner Befanntfchaft lebte am ©enferfee, ein*fam unb abgefonbert oon ber SBelt. Sie hotte brei feferIiebendwurbige, fehr fchöne, fdjwarjäugige Rechter} bie öl*teffe war oierjehn Sabre alt, bie jüngde neun Sabre, altfihnen einfl ein jahmer Sogei gebracht warb, ber ben gan»jen Sag burch ihre 3immer hüpfte. SDie brei Äinberchen{nieten nieber, unb fhedttn flunbenlang, unermübet, bemSegel ein Studien Sifcuit auf bem ginger entgegen, inber Hoffnung, ber liebe Bogel h«Pfe ihnen bann auf benSinger} aber faum hatte ber Schelm fein Bifcuit, fo floger weg. Der Sogei flarfe. ©in 3af>r nachher fagte biejüngde Sorhfer ju ihrer SWutter: ach, ber liebe Sogei,3)1 ama, hätten wir boefe wieber einen foldjen Sogei! Sein,antwortete bie ältede ©chweder, wae ich am meiden in ber3Belt wünfehe, id ein Heiner ^unb! äBenigden« fann manihn befühlen, lieblofen, auf feinen Äniecn haben. ®ev So»9«! war nicht«, er faß auf bem ginger, unb wir ergriffenihn hoch nicht, ©in {(einer Jpunb, welche ©lücffeligteit!

3ene arme Sonne in ^übeoheim, in beren ©eile icheine .feedte oon Aanarienoögeln fanb, oergeffe ich .nie} abernie oerjeihe ich mir an* bie Sünde, baf ich überlautlachte, al« id, tiefe ^eefe erblicfte. Sch, bie« war Satur,unb wer fann ber Satnr wiberdreben? ©ine wahnwi$igrSawenbung tiefer Satur auf baö ©rhobende aUer 3Befeit•d hingegen bie Stodif ber Sonnen, biefe himmlifche ©pi.lepftc her Siebe, tiefe Siidgeburt ber ©infamfeif.