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Böse Ahnungen.
Am folgenden Tage begegneten mir unterwegs auf derLandstraße einzelne Kuriere, die von Magdeburg oder vonder Armee zu kommen schienen, und nach Berlin eilten.Das feierliche Schweigen dieser Eilboten ward mir sehrverdächtig; denn die Freude pflegt sich sonst, auch unaufge-fordert, mitzutheilen.
In einem Dorfe zwischen Ziesar und Burg war einegroße Menge Volks zusammengelaufen. Ich fuhr gegenden Haufen, aber er theilte sich nicht. Nun erst bemerkteich vor einem großen Hause gesattelte Pferde, und im Hausean den Fenstern preußische Husaren.
„Was gibt's Neues?" fragte ich die umherstehendenLeute, während ich den Wagen hielt. — „Ach, du mein Herrund Gott!" schrie ein altes Bauerweib: „der König hat jaAlles verloren, und die Franzosen sind schon unterwegs undvielleicht schon in einer Stunde hier."
Natürlich gab ich auf die Nachricht nicht viel. Aberdoch wollte ich mich näher belehren, und lenkte gegen dasgroße Gebäude, sprang vom Wagen und ging hinein. AlleStuben wimmelten von Menschen. Husaren, Bauern, Be-amte standen gedrängt durch einander, schmauchten ihrePfeife, tranken, fluchten, erzählten — Keiner machte einfrohes Gesicht. Bald war die Rede von der Niederlage derPreußen, von der Nähe der Franzosen; bald von einem