Band 
Erster Theil.
Seite
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Philipp sah wohl, der Herr war ein lustiger Bruder,und antwortete: „Herr, beim Glase Wein in warmer Stubebesser, als bei solcher Kälte, die einem das Herz im Leibeerstarrt." — Damit ging er seines Weges in die Marien-gasse und sang und blies.

Die Maske hatte ihn dahin begleitet und sprach: „Dasist kein Kunststück. Das kann ich auch, Du närrischer Kerl.Gib mir Dein Horn; ich will für Dich blasen und singen.Du sollst Dich halb zu Tode wundern."

Philipp gab auf der nächsten Station den Bitten derMaske nach, und ließ sie blasen und singen. Es ging ganzin der Ordnung. So zum zweiten» zum dritten und zumvierten Mal. Die Maske konnte nicht müde werden, Stell-vertreter des Nachtwächters zu seyn, und war in Lobeserhe-bungen ihrer Geschicklichkeit unerschöpflich. Philipp lachtevon ganzem Herzen über die wunderlichen Einfälle des lu-stigen Herrn, der vermuthlich aus froher Gesellschaft odervon einem Balle kam, und sich mit einem Gläschen Weinüber die gewöhnliche Höhe des Alltagslebens hinaufgestimmthatte.

„Weißt Du was, Schätzchen? Ich hätte große Lust, einPaar Stunden zu Nachtwächtern. Ist es dieß Mal nicht,komm' ich mein Lebtage nicht zu der Ehre. Gib mir Dei-nen Mantel und breitkrämpigen Hut; ich gebe Dir da mei-nenDomiuo. Geh' in ein Bierhaus, trinke Dir ein Räusch-chen auf meine Rechnung; und hast Du eins, so komm wie-der und gib mir meinen MaSkenanzug zurück. Dann be-kommst Du ein Paar Thaler Trinkgeld. Was meinst Du,Schätzchen?"