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mir, er hat gegen die Baronesse fast alle Grenzen des An-standcS verletzt, hat sich durch sein Betragen vielen Verdrußzugezogen. Ich weiß es. Und das Alles that er für Sie.Nur Sie liebt er, nur Sie betet er an. Und Sie — Siekönnen ihn verstoßen?"
„Wie kommt es, Prinz, daß Sie sich für Pilzow so leb-haft interessiren? Sonst war'ö doch nicht so."
„Es geschieht, Gräfin, weil ich ihn vorher nicht kannte,noch weniger seine traurige Lage, in die Sie ihn stürzten.Ich schwöre Ihnen, er ist unschuldig. Sie haben ihm nichtszu verzeihen, aber wohl er Ihnen."
„Still!" lispelte die Karmeliterin mit erheiterten Mie-nen: „man achtet auf uns. Kommen Sie hinweg von hier!"— Sie legte ihre Larve vor, stand auf und gab dem ver-meinten Prinzen den Arm. Beide gingen den Saal ent-lang, dann in ein leeres Seitenkabinet. Hier führte dieGräfin bittere Klagen gegen den Kammerherrn; aber eswaren nur Klagen eifersüchtiger Liebe. Sie trocknete eineThräne ab. Da trat schüchtern der zärtliche Bramme her-ein. Es entstand tiefe Stille. Philipp wußte hier nichtsBesseres zu thun, als er führte den Kammerherrn zur Kar-meliterin, legte Beider Hände in einander, ohne ein Wortzu sagen, und überließ sie ihrem Schicksal. Er selbst gingin den Saal zurück.