Band 
Erster Theil.
Seite
90
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4 .

Hier stieß ihn ein Mameluk an und sagte hastig: „Gut,Domino, daß ich Sie finde. Ist das Rosenmädchen hier imKabinet?" —Der Mameluk trat hinein und kam den Au-genblick wieder zurück. „Auf ein Wort allein, Domino!"und führte Philipp in einen entlegenen Theil des Saals ao'SFenster.

„Was steht zu Befehl?" fragte Philipp.

„Ich beschwöre Sie," sagte der Mameluck mit gedämpf-ter, aber fürchterlicher Stimme, „wo ist das Rosenmädchen?"

„Was geht mich das Rosenmädchen an?"

„Aber mich desto mehr!" entgegnete der Mameluk, des-sen gepreßte Stimme, dessen unruhige Bewegungen eineschreckliche Gährung seines ganzen Innern verriethen, „michdesto mehr! Es ist mein Weib. Sie wollen mich unglück-lich machen. Prinz, ich beschwöre Sie, treiben Sie mich nichtzum Wahnsinn. Lassen Sie von meinem Weibe."

„Von Herzen gern!" antwortete Philipp trocken: „WaShabe ich mit Ihrer Gemahlin zu schaffen?"

„Oh! Prinz, Prinz!" rief der Mameluk, „ich bin zumAeußersten entschlossen, und sollte es mir das Leben kosten.Verstellen Sie sich keine» Augenblick länger vor mir. Ichhabe Alles entdeckt. Hier, da — sehen Sie — hier ist daSBillet, das Ihnen das falsche Weib in die Hand drückte undSie, ohne eö gelesen zu haben, im Gedränge verloren."