Band 
Erster Theil.
Seite
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„Aber der König erfährt Alles!" seufzte der Negerängstlich, „vielleicht werde ich diese Nacht schon arretirt undmorgen auf die Festung gebracht. Ich erhänge mich lieber."

— Davon haben Sie keinen Nutzen! sagte Philipp.

„Soll ich mich lebenslänglicher Schande Preis geben?Ich bin verloren. Der -Herzog wird blutige Genugthuungfordern. Sein Rücken ist gewiß noch blau von der TrachtSchläge, die ich ihm gab. Ich bin verloren und das Bäk-kermädcheu dazu. Ich springe von der Brücke und ersäufemich noch diese Nacht."

— Behüte Gott! sagte Philipp. Was hätten Sie unddas Bäckermädchen davon?

„Ihre königliche Hoheit scherzt, und ich bin in Verzweif»lung. Ick flehe unterthänigst, nur ein Paar Augenblickeunter vier Augen gönnen Sie mir."

Philipp folgte dem Neger in ein einsames Seitenge-mach, wo wenige Kerzen einen düstern Schein verbreiteten.Der Neger warf sich, wie gelähmt, auf ein Sopha niederund seufzte laut. Philipp fand auf einem Tische Erfri-schungen nebst feinen Weinen und ließ sich's schmecken.

„Ich begreife nicht, wie Ihre königliche Hoheit so ruhigbei der verdammten Geschichte bleiben kann!" sagte der Ne-ger. „Wäre nur der Schelm, der Neapolitaner Salmoni,»och hier, der den Geisterbeschwörer spielte; der Kerl warvoller Ränke von den Zehen an bis zum Scheitel und hätteuns vielleicht mit einer List retten können. Jetzt hat er sichaus dem Staube gemacht."

— Desto besser! erwiederte Philipp und füllte sein Glasvon Neuem. So schieben Sie alle Schuld auf ihn. Er istdavon.

Zschokke I.

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