IV4
„Mein Prinz, ich weiß, welche Achtung ich Ihren Wor-ten schuldig bin. Der König mit seiner erlauchten Familieist das Volk, dem ich diene; da», was man Volk nennt,kann in keine Betrachtung kommen. Das Land ist des Kö-ntgS Eigenthum. Völker sind nur in sofern achtbar, als sie,gleich andern Nullen, die der Hauptzahl folgen, den Werthderselben vergrößern. Aber es ist hier nicht der Augenblick,den abgedrosckenen Wortkram über den Werth der Völkerzu erneuen; sondern ich bitte um gnädigsten Entscheid, obick die Ehre haben soll, Ihre Schulden auf die bewußteWeise zu beseitigen?"
— Antwort: nein, nun und nimmermehr auf Unkostenvon hunderttausend und mehr armen Familien.
„Königliche Hoheit, es geht ja nur auf Rechnung desHauses Abraham Levi. Und wenn ich dies Haus nöthige,Ihnen noch zu den Quittungen Ihrer Schulden fünfzigtau-send Gulden baar zuzulegen? Ich denke, es läßt sich ma-chen. Das Haus gewinnt durch die einzige Operation soviel, daß — "
— Vermuthlich auch für Sie, Herr Graf, noch ein ar-tiges Trinkgeld herauskommt.
„Ihre königliche Hoheit belieben zu scherzen. Ich ge-winne dabei nichts. Ich brenne nur vor Begierde , IhreHuld wieder zu erhalten."
— Sie sind sehr gütig.
„Also darf ich hoffen, mein Prinz?"
— Herr Graf, ich werde thun, was recht ist; thun SieIhre Pflicht.