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Lebensmittel steigen, wird der König gleich von selbst aneine Kornsperre denken, und die Getreideausfuhr mit schwe-re» Zöllen hemmen. Dann gibt man dem Haus AbrahamLeoi Ausfuhrbewilligungen für zehn Säcke, und es führthundert aus. Nichts leichter, als das. Allein wie gesagt,kommt der Greifensack an's Ruder, wird daraus nichts. Eheer sich in's Fach hinein studirt, vergehen Jahre. So langewird er aus Noth den ehrlichen Mann spielen, um nackherden König und das Land desto ärger zu prellen. Er mußerst sein Terrain kennen. Es gibt keinen ärgern Juden, alsden Greifensack. Sein Geiz ist stinkend."
— Schöne Aussichten! sagte Philipp. Wie lange, glau-ben Sie, muß ein Finanzminister auf seinem Posten stehen,"ehe er die Scheere an das Volk legen kann, um für sich undunsereins etwas zu schneiden?
„Hm, wenn er Kopf hat, bringt er's in einem Jahreweit."
— So sollte man dem König rathen, alle zwölf Monateeinen neuen Finanzminister zu machen, wenn er immer ehr-lich bedient seyn will.
„Ich hoffe, gnädigster Herr, seit ich die Finanzen führe,ist dem Könige und dem Hofe nichts abgegangen."
— Das glaub' ich, Graf, aber dem armen Volke destomehr. Es weiß die Menge der Steuern und Auflagen kaumnoch zu erschwingen. Sie sollten ein wenig barmherzigermit uns umgehen.
„Mit uns? — Thue ich nickt Alles für den Hof?" —
— Nein, barmherziger mit dem Volke sollten Sie ver-fahren, meine ich.