Band 
Erster Theil.
Seite
107
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,,Etwa cin^ Souper bei der Gräfin Born? Sie ist nicktam Ball erschienen; wenigstens ist hier unter allen Maskenkeine Spur von ihr. Ich könnte sie an ihrem Gange undan ihrer eigenen Art, das niedliche Köpfchen zu tragen, un-ter Tausenden unterscheiden. Wie, Prinz?"

— Und wenn es wäre, müßte ich's Ihnen anvertrauen?

„Ah, ich verstehe und schweige. Wollen Sie aber derSignora Rollina nicht wenigstens wissen lassen, daß Sienicht kommen werden."

— Hat sie mich zwei Monate seufzen lassen, so mag sieauch einmal zwei Monate für mich seufzen. Ich gehe nicht.

„Also aus dem prächtigen Halsschmuck, den Sie ihr zumNeujabrsgeschenk bestimmten, wird nun vermuthlich.auchnichts?"

— Wenn's auf mich ankommt, schwerlich.

„Wollen Sie ganz mit ihr brechen, gnädigster Herr?"

— Ich habe mit ihr »och nicht angebunden.

„Nun denn, Prinz — so darf ich offen seyn; so darf ichdie Wahrheit sagen, die Sie aber vielleicht schon wissen. Ichvermuthe es wenigstens aus Ihrer schnellen Sinnesände-rung. — Nur Ihre Leidenschaft für die Rollina schrecktemich ab, es Ihnen früher zu gestehen: Sie sind betrogen."

— Bon wem?

„Bon der listigen Operistin. Sie würden die Gunst der-selben mit einem Juden theilen müssen."

— Mit einem Juden?