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fen? Warst Du nicht außer Odem, als wir Dich am Markthier endlich einholten?"
„Ja, ich war vor Schrecken außer mir, daß mich dieHerren so gewaltthätig überfielen. ES liegt mir noch jetztin allen Gliedern."
„Schließen Sie den hartnäckigen Hund krumm!" riefder Marschall dem Wachthabenden zu. „Er hat bis Mor-gen Zeit genug, sich zu besinnen." Mit diesen Worten eilteder Marschall hinweg.
Der Lärm auf den Gassen und die Spottgedichte derNachtwächter hatten die ganze Polizei in Bewegung gesetzt.Roch in derselben Viertelstunde wurden zwei andere Nacht-wächter, freilich nicht die rechten, ergriffen und zur Haupt-wache geführt. Der eine sollte auf den Minister der aus-wärtigen' Angelegenheiten ein schmähliches Lied gesungen ha-ben, des Inhalts: der Minister wäre nirgends auswärtiger,als in seinem Departement. Der andere war beschuldigt,vor dem bischöflichen Palast gesungen zu haben: es fehleden Kirchenlichtern nicht an Talg, aber sie verbreiteten imLande mehr dicken Qualm und Rauch, als Helligkeit.
Der Prinz, welcher durch seine» Muthwillen allen Nacht-wächtern der Residenz so schlimmes Spiel machte, entschlüpfteüberall glücklich und ward eben darum von Gasse zu Gassekecker. Die Sache machte Geräusch. Man hatte sogar demPolizeiminister, der beim König am Spieltische saß, von derPoetischen Insurrektion der ehemals so friedlichen Nachtwäch-ter rapportirt und zum Beweis einen der Spottverse schrift-lich überbracht. Der König hörte den Vers an, der gegendie schlechte Polizei selbst gerichtet war, die ihre Spürnasein alle Familiengeheimnisse der Stadt stecke und doch im ei-