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„Philipp, hast Du Dir ein RäusLchen in der Neujahrs-nacht getrunken? Du mußt besser wissen, wie viel es ist.Ich habe bei meinen Freundinnen nur unter dem Tischeheimlich in die schöne Börse hinein geschielt, und bin rechterschrocken, als ich ein Goldstück neben dem andern blitzensah. Da dachte ich: Nun wundert's mich nicht, daß derPhilipp so unbändig war. Ja, recht unbändig bist Du ge-wesen. Aber es war Dir nicht zu verargen. Ich möchteDir selber um den Hals fallen und mich recht satt weinenvor Freuden."
— Röschen, wenn Du fallen willst, ick mag es wohlleiden. Aber hier ist ein Mißverständniß. Wer hat Dirdas Geld gebracht und gesagt, es sey mein Lotterieloos? Ichhabe ja das Loos noch zu Hause im Kasten, und kein Menschhat es mir abgefordert.
„Philipp, treib' keine Possen. Du hast's mir vor einerhalben Stunde selber gesagt und mir selber das Geld ge-geben."
— Röschen, besinne Dick. Diesen Morgen sah ich Dichbeim Weggehen aus der Messe, da wir mit einander unserZusammenfinden für diese Nacht verabredeten. Seitdem sa-hen wir ja einander nicht.
„Außer vor einer halben Stunde, da ich Dick blasenhörte, und ich Dich zu SteinmannS in's Haus hinein rief.Aber was trägst Du denn unter dem Arm für ein Bündelchen?Warum gehst Du bei der kalten Nacht ohne Hut? — Phi-lipp, Philipp! nimm Dich wohl in Acht. Das viele Geldkönnte Dich leichtsinnig machen. Du bist gewiß in einemWirthshause gesessen, und hast Dir mehr zu Gute gethan,