Band 
Erster Theil.
Seite
145
JPEG-Download
 

14S

Hier mußte Philipp Alles, was er als StellvertreterJulians auf dem Ball vernommen und gesprochen, Wortfür Wort erzählen. Philipp gehorchte. Julian klopfte ihmauf die Schulter und sagte: Höre, Philipp, Du bist ein ge»scheidter Kerl. Dich kann ich brauchen. Ich bin zufriedenmit Dir. Was Du in meinem Namen dem KammerherrnPilzow, der Gräfin Bonau, dem Marschall und seiner Frau,dem Oberst Kalt, dem Finanzminister und den Uebrigen gc»sagt, finde ich ganz vernünftig, und ich will es ansehen undhalten, als hätte ich es selbst gesagt. Dagegen mußt Du zuden Versen stehen, die ich in Deinem Namen als Nachtwäch-ter gesungen habe. Du wirst zur Strafe Deines Nacht-wächterdienstes entsetzt werden; das lass' Dir gefallen. Da-für mache ich Dich zum Schloßgärtner bei mir. Ich über-gebe Dir meine Gärten von den beiden Schlössern Heimle-ben und Quellenthal. Das Geld, welches ich Deiner Brautgegeben, soll ihre Aussteuer bleiben, und den Wechsel desMarschalls Blankenschwerd löse ich auf der Stelle bei Dirmit fünftausend Gulden ein. Jetzt geh', diene mir treu undführe Dich gut auf.

15 .

Wer war glücklicher, als Philipp! Er flog in vollemSprung zu Röschens Haus. Noch war Röschen nicht zuBette; sie saß mit ihrer Mutter am Tisch und weinte. Erwarf die volle Börse auf den Tisch und sagte odemlos:„Röschen, das ist Deine Aussteuer! und hier fünftausendZschokke l. 10