Band 
Zweiter Theil.
Seite
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wannen ihr kommet; hauet eure Hütten wieder; lebet, wievormals, genügsam in euren Bergen, nach euren Gesetzen.Jedes Land ist dem Menschen gut, wenn der Mensch demLande gut ist. Ihr sollet nickt Roms Knechte, sondernBundesverwandte und Schutzgenossen werden."

Nun kehrten sie mit Scham und Gram ihrer kaumhundert und zehntausend in die Thäler heim, von wannensie gekommen waren, und bauten wieder auf den Brandllät,ten ihre Hütten neu. Der Cäsar aber ließ unweit Genf amSee eine neue Festung aufrichten, Noviodunum, jetztNyon geheißen. Das that er, die Helvetier zu bewachen.Buch zogen noch andere Besatzungen hier und da in's Land.

Auch in den Ort Octoburum, am Fuße des Hochge-birges, im heutigen unternWallis, wurde römisches KriegS-volk gelegt, um daselbst die Straße über die Berge nachItalien zu hüten. Denn die Einwohner jenes breiten Tha-les, durch welches die Rhone zur See geht, lebten frei undwild; hatten nicht mit den Helvetiern, nicht mit den Rö-mern zu schaffen; forderten Zoll von den Waaren, die überihre Alpen gingen, und trieben Räuberei dazu. AIS sienun sahen, wie sich die fremde Mannschaft bei ihnen nieder-ließ und verschanzte, geriethen sie in große Wuth. DieLandleute stürmten von Bergen und Thälern herab, fielendie römische Besatzung im befestigten Lager an, und ließennickt ab, bis die Römer aus dem Gebiet wegzogen. Alleindiese kehrten bald mit verstärkter Macht in's Thal zurück,daß aller Widerstand eitel ward. Bei zehntausend von denEinwohnern, die für die Freiheit ihrer Heimath stritten,wurden erschlagen, und die Dörfer standen ringsum inFlammen. Von der Zeit an ist auch Wallts römisch ge-worden.