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übrigen Haushaltungen viele fromme Pfarrer und Bischöfemit ihren Eheweibern im guten Beispiel vor; denn in jenerZeit war Bischöfen und Priestern das eheliche Leben keines-wegs untersagt. Viele christliche Herren thaten nun glimpf-licher gegen die Unterthanen, und viele Leibeigene bekameneigene Rechte und erträglicheres Loos. In manchen Klösternwurden auch Schulen gehalten und Bücher der alten Weisengesammelt und abgeschrieben; denn die Buchdruckerkunst isterst lange Jahrhunderte nachher erfunden worden. Von Ein-siedlern und Mönchen, welche in ihren Wildnissen Wälderausrodeten und den Boden urbar machten» lernte das VolkAckerbau und bessere Landwirthschaft; die Allmenden wurdeneingeschlagen. Das Volk lernte Kalk brennen und mit Stei-nen bauen: denn bisher kannte man bloß elende hölzerneHütten; es lernte Wolle weben und sich in Wollentuch klei-den; bisher ging es nur in Linnen oder Felle gewickelt. Anden Hügeln des Lemaner- und des Zürichsees fing man selbstschon die Pflanzung der Weinreben an.
Das thaten nun freilich die Mönche nicht allein, sondernvielmehr noch die Franken, als sie das Land in Besitz nah-men; denn diese brachten ihre Haushaltung und den Stierund den Ackerpflug mit sich hierher, wo ihnen der KönigLändereien und leibeigene Knechte und Mägde dazu schenkteoder zum Lehen ertheilte.
Zschokke II.
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