Band 
Zweiter Theil.
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heit so sehr, daß er die kaiserliche Krone auf sein Hauptsetzte und mit seinem Schwerte die halbe Welt erschreckte.

Darum blieb Stille im Lande, und es folgte eine langeReihe friedlicher und freudiger Jahre. Die Zeiten der Um-wälzung und bürgerlichen Kriege hatten die Kraft der Schwei-zer erweckt. Sie bewegten sich mit neuem Leben, wie zuvornie gesehen worden. In den Stürmen unter einander be-kannt geworden, standen sie einander nicht mehr fremd, wievorzeiten. Was einem Kanton widerfuhr, das rührte jetztden Sinn aller. Bielerlei Schriften, Tagblätter und Zei-tungen, vorzeiten von scheuen Regierungen unterdrückt, be-lehrten das Volk von wissenswürdigen Dingen, zogen dieAufmerksamkeit desselben zu den öffentlichen Angelegenhei-ten und nährten und verbreiteten einen vormals unbekann-ten Gemeingeist. Schweizer aus allen Kantonen bildetenGesellschaften zur Beförderung gemeinnütziger Sachen, zurErhebung der Wissenschaften und Künste und zur Stärkungder Eintracht und Vaterlandsliebe. Ein ewiges Denkmaldieses großen, nie vorher also geoffenbarten Volksgeistesward der Linthkanal. Schweizer brachten aus allen Kan-tonen freiwillig beinahe eine Million dar, um die besumpf-ten Ufergegenden des Wallensees trocken zu legen, vondenen bisher Armuth, Elend und Fieberseuchen ausgegangenwaren. Nicht minder that sich die Eidsgenossenliebe herrlichkund, als herbstliche Regengüsse einen Theil des Roßbergesob Goldau im Kanton Schwyz unterfressen hatten, daß ereines Abends urplötzlich (2. September 1806) mit dumpfemKrachen niederstürzte. Goldau, Lowerz und zahlreicheHütten wurden unter Felsenschutt tief vergraben, mit Hun-derten von glücklichen Menschen. Noch siehst du die Wüste;einst war es ein blühendes Thal.