gaben, nach gleicher Besteuerung alle- Vermögens, nach Be-seitigung der Privilegien, und nach Befreiung des Handels-und GewerbSstandes von Binnenzöllen und Mauthen. AuSder Furcht vor Wiederkehr erduldeter Schmach und Kriegs-noth stieg das Verlangen nach festerm Friedens- und Kriegs-vereine der deutschen Mächte gegen die Fremde. Aus derallgemein gewordenen Geistesbildung des Mittelstandes drangder Wunsch nach einer, dem gegenwärtigen Zustande derNation würdigen, freiern Behandlung; nach gleichen Rech-ten jedes Staatsbürgers vor dem Gesetz; nach engerer Ver-bindung des Volks mit dem Landesherr« durch Stellvertre-tung; nach anständiger Oeffentlichkeit dessen, wodurch einVolk erleuchteter, im Glücke ruhmwürdiger, im Unglückeehrwürdiger werden kann; nach Preßfretheit, gemäßigt durch'SGesetz. — Der Erfüllung dieser Wünsche harrte die Na-tion in Furcht und Hoffnung entgegen, ohne jedoch allzu-herbe Verletzung von bestehenden Rechtsamen einzelner ih-rer Bestandtheile zu wollen; Alles gegründet durch Gerech-tigkeit und Mäßigung.
Rechts und links von der ruhigen Masse des Volksentfernten sich die Außenenden derselben in entgegengesetztenBestrebungen nach dem Zuviel oder Zuwenig. Auf dereinen Seite standen die, welche von bisherigen Errichtungen,Rechten und Vorzügen nichts fahren lassen, auf der an-dern die, welche alles Biöhergegoltene neu gestaltet sehen-wollten. Hier ward Aufrechthaltung des Geburtsranges,der Privilegien, der Feudalstände und der strengsten Be-schränkung der Buchdruckerpresse gerühmt; dort hinwiederfast demokratische Gleichheit, Einheit der Nation, ungebun-dene Preßfretheit. Weil sich auf jener Seite meistens Män-ner befanden, welche durch Staatsämter oder Geburtöranz,