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Die Parteien treiben ihr altes Spiel. Die einen for-dern zu viel, die andern geben zu ryönig. Die einen wollender Mensckheit Fittige ankleben, daß sie schneller dem Ur-bilds des Besten nahe komme, und verzweifeln über ihrenStillstand. Aber sie steht nicht still, so wenig als die Sonne,die Niemand von der Stelle rücken sieht und die dych ihrenLauf verrichtet. Die einen wollen Alles in's Alte zurück-drängen, und täuschen sich, wie unerfahrne Kinder im Na-chen, die mit dem Ruder das Ufer zurückzustoßen glauben,während sie daö Schifflein und sich vorwärts treiben.
Aber es ist ein schweres Ding, das herkömmlicheRecht in Zeit und Raum zu versöhnen mit dem ewigenund allgemeinen Recht. Und dies ist die Aufgabe derWeltweisen auf den Thronen. Ich bewundere die Fürstennicht, wenn sie, zu Gunsten von festerm Wohl ihrer Unter-thanen, freiwillig von althergeerbten Rechten und Willkürenaufopfern; aber ick bewundere sie, wenn sie sich vom Ge-schrei entgegcnstrebender Parteien nicht verwirren oder er-müden lassen. Dies Geschrei ist die alte Dissonanz zwischenPolitik und Moral; sie löset sich auch nirgends rein auf, alsin der Religiosität des Gemüths.
Bei Thieren, thierischen und barbarischen Menschen istdie Religiosität, das heißt, die Beziehung alles SeynSauf Gott und Ewigkeit, nicht vorhanden; nur Instinkt undList oder Klugheit.