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Anthologie aus den Werken von Ernst Schulze
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Wär' eS Loch mir allein nur vergönnt, an der Brust dir zu

ruhen.

Dürste nur ich allein küssen den rosigen Mund!

Aber ich selber erschuf mir die quälende Sorg' in dem Her-zen,

Und mein eig'nes Vergeh» raubte mir heute die Ruh'.

Wehe, warum auch zürnet' ich gleich, als den ersten der

Lanze

Du mir geweigert, warum schwur ich zu meiden das Fest?

Lrage nun selbst, o Lhvr, des eisernen Sinnes Bestrafung!

Wenn sie dich morgen nicht küßt, denke, du hast es ver-dient!

VI.

Liebchen, wie hast du geruht nach der Lust des rauschenden

Lanzes?

Ist dir das Köpfchen nicht noch schwer von dem wüsten

Gelärm?

Lobte nicht lang' in der Nacht der Musik nachtönender Auf-ruhr

Disharmonisch und wild rings dir um's hüpfende Bett?Dder belastete nicht dir die Brust, als quälender Rachgeist,Welcher die Schwärmer der Nacht ängstet, ein feindlicher

Alp?

Aber verleih', holdseliges Weib, dem tückischen Spötter!Gern an fremdem Genuß rächt man den eigenen Schmerz.