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Das Panorama von Bern / Gottlieb Studer
Entstehung
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Einleitung

sechzig Grade oder den sechsten Theil des Horizonts umfassend,erscheint von Bern aus gesehen im Südosten die vielgezackte Alpen-kette. Ihre nächsten Felscnstufen sind in gerader Linie nicht mehrdenn 6 Stunden entfernt; die Cispyramiden des Hochgebirges habenkaum mehr als 12 Stunden gerader Entfernung. Diese Nähe des Ge-birges verleiht dem Alpenpanorama von Bern den Vorzug der Erha-benheit und Deutlichkeit vor den Alpenansichten der meisten an-dern SchweizcrstLdte. Es zeichnet sich aber nicht weniger durch dieSchönheit seiner Formen und durch eine höchst malerische Grup-Virung aus. Fast jeder einzelne Gipfel des Mittelgebirges oder derHochalpen fesselt das Auge, sei es durch seine riesenhaften Verhältnisse,sei es durch seine schöne, regelmäßige Gestaltung. An den einen be-wundert man die kühne Felsenstruktur, an den andern die Pracht undReinheit der Firnbekleidung. Die verschiedenen Gruppen find zu einemgroßen herrlichen G anzen geordnet; jede entferntere Gebirgsreihe stehtamphithcatralisch über den näheren aufgethürmt, und das Auge einesUneingeweihten wähnt in diesem vielgegliedertcn Bau eine einzige,himmelanstrebende Gebirgswand vor sich zu sehen, welche von der

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