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Das Panorama von Bern / Gottlieb Studer
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und ihre berühmten Namen den einzelnen Fällen jenes thaten-reichen Stromes beizulegen.

Auch von Jseltwald führt ein Weg in ö Stunden auf das Faul-horn. Es ist derselbe einer der interessanteren. Man steigt durchbaumreiche Wiesen empor nach der Alpenterraffe von Ueztsboden, demuntersten Lager der Bättenalp, übersteigt von hier den Sattel zwischen derLitschigenburg (von Litsch locker), an welcher sich das Zwcrggen-loch befindet, und den Gciecken. Liebliche Blicke auf den See ver-kürzen den Weg. Bis auf jenen Sattel stnd 2 Stunden. Längs demöstlichen Fuß der Hohenburg, der Schoncgg und des!SchwabhornSerreicht nian in einer Stunde die obersten Triften der Bättcnalp undbedarf noch zweier Stunden zu Erklimmung des Gipfels. Ein kür-zerer, aber schwierigerer, Pfad führt von Jseltwald über das Ochsen-bergli nach dem Sägistahl und von hier nach dem Faulhorngipfel.Endlich kann man noch zu Besteigung des Faulhorns die weiteren undzum Theil unwegsamen Uebcrgänge von Bönigen über die Alp Künz-len (59600, oder von Gstcig oder Zweilütschinen über die Alp Jscl-ten nach dem Sägistahl einschlagen. Niemand aber, der nicht desGebirges wohl kundig ist, sollte sich ohne sicheren Führer auf denWeg nach rein Faulhorn begeben.

Die Faulhornaussicht besitzt cheder den malerischen undfreundlichen Charakter, noch den weiten Gesichtskreis der Aus-sicht eines Rigi, Pilatus , Brienzcr-Rothhorns, Niesen u. a. in gün-stigerer Lage zwischen die Hochalpen und die Schweizerebene gestelltenGebirgSkuppen; aber eben sowenig herrscht in ihrem Wesen der wildesterile Charakter der inneren Hochalpenrevierc vor, wie z. B. die Aus-ficht vom Sidelhorn denselben fast ausschließlich zur Schau trägt.Sie vereinigt vielmehr die beidsettigen Vorzüge in eigenthümlichenKontrasten in sich. Auf keinem so leicht zugänglichen Gipfelder Mittelalpcn genießt man vielleicht ein Gebirgspanorama von sol-cher Großartigkeit. Man steht da den höchsten Gebilden des Berner-Obcrlandes gerade gegenüber und zwar in solcher Nähe, daß sich ihreFormen in ihrer ganzen gigantischen Größe, aber auch in ihren rich-tigen Verhältnissen entwickeln. Der erhabene Standpunkt, statt derimposanten Erscheinung dieser Mtväter des Hochlandes Eintrag zuthun, läßt sie nur noch kolossaler auftreten. Der gefesselte Blick ver-