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Nr. 118. Mönch.
Politische Lage. Bern . A. Interlaken, Grenze geflen WatliS.Höhe. 12,240'. T'. eidg. Berm. 12,666'. 7'. Tralles.GebirgSart. Gneis.
Entfernung. 12^/4 Stunden.
Als östlicher Nachbar der Jungfrau, zwischen ihr und dem ge-waltigen Eiger , thront der Mönch in seiner starren Majestät. Diebeeisten Felswände seines nördlichen Absturzes süßen in dem Trümm-ketenthal. Seine untersten Stufen sind mit der vielfach zerklüftetenDecke des Guggigletschers belastet. Durch die wilde Kluft, diezwischen dem Mönch und dem Gehänge des Eiger geöffnet ist, drängtsich in tausendfach gebrochner Masse der schöne Eigergletscherhervor, seinen Abstuß und die Trümmer seiner Einstürze in jenesThal ergießend. Südwärts neigt sich der Gipfel des Mönch in sanftgebogenem Eisrücken nach jenem langgedehnten Firukamme herab, demdie Viescherhörner entragen und der sich bis an das Finsteraarhornerstreckt. Die beidseitigen Flanken sind mit Eis und Firn bepanzert;südwestlich flachen sie sich gegen das Hochthal des AletschgletscherSaus, gegen Nordosten senkt sich der begletscherte Absturz tiefer in dasBecken des Grindelwaldgletschers hinunter.
G eo logisch interessant ist, daß, während der nämliche Hoch-gebirgskalk, welcher der Jungfrau zum Fußgestell dient, die ganzeMasse des mächtigen Eiger zusammensetzt, der südlicher gestellte Mönchim Bereich der Gneisregion zurück bleibt.
Der Mönch wird auch June r-Ei g er, Groß-Mönch undWeiß-Mönch genannt. Die Benennung Münch kommt schon inRcbmanns Gedicht von A. 1806 vor, nach Grüner*) wurde jedochdie gesammte Gebirgsmaffe vom östlichen Ende des Eiger bis andie Jungfrau mit dem Namen Inner-Eiger oder Hinter-Eigerbelegt, und der Mönch insbesondere Heigers-Geisberg geheißen.
') GmncrS EiSgebirgc. 176g.