nach Birmingham. 119
Die in dieſer Gegend, zu Soho, 3 Meilen von der Stadt belegene, ſehrberuͤhmte Stahlfabrik, hat Gelegenheit gegeben, daß Birmingham ſeit wenigenJahren zu einer anſehnlichen Stadt angewachſen iſt, und noch taͤglich durch An-bauung ganzer Straßen vergrößert wird. Ihre Einwohner ſind zum TheilKaufleute, die mehrſten aber Handwerker, die in ihren Haͤuſern fuͤr die Fabrikarbeiten.
Die große und uͤberall beruͤhmte Stahlfabrik, liegt zu Soho, 3 Meilenvon Birmingham, in einer ſandigten Gegend, am Abhange eines Berges, undbeſtehet aus einem anſehnlichen Hauptgebaͤude, in welchem die Niederlage unddie Wohnungen der Aufſeher ſind, und aus verſchiedenen Arbeitshaͤuſern. DieHerren Bolton, Watts und Faddergil ſind die Eigenthuͤmer und Directeursderſelben. Es werden hier nicht allein alle Arten von Stahlknoͤpfen, und alleandere Galanterie-Waaren, als, Degengefaͤße, Etuis, Uhrketten ꝛc. verfertiget,ſondern es wird auch ſehr vieles in Gold, Silber, Schildpatt, Elfenbein, Hornund feinem Holze gearbeitet und man ſiehet hier Stuͤcke, die oo und mehrerePfund Sterling koſten. Noch iſt daſelbſt eine Schmiede, wo ſehr große Eiſen—ſtuͤcke geſchmiedet, und ungewoͤhnlich große Schrauben angeſchnitten werden.
Die mehrſte Arbeit geſchiehet mit Huͤlfe der Maſchinen. Die Figur,die eingelegten Zierathen, alle hohle und erhabene Arbeit, werden denen Stuͤ—cken durch die Form und den Stempel, der in einem mit der Dicke und Haͤrte desMetalls in Verhaͤltniß ſtehenden ſchweren Gewicht befeſtiget iſt, durch denSchlag gegeben. Ein Mann dirigiret, mit Huͤlfe eines kleinen Knaben, einenſolchen Stempel mit ausnehmender Geſchicklichkeit und Geſchwindigkeit, undziehet in dem Augenblick, da er das Stuͤck auf die Form leget, mit dem Fußedas Gewicht in die Hoͤhe und laͤßt es wieder herunter fallen.
Gerade unterhalb des Werkhauſes, in welchem alle Arbeiten, als poliren,
b he in Ohre ie ei 2 Jabdrehen und bohren, die eine anhaltende Herumdrehung erfordern, verrichtetwerden, ſtehet eine Feuermaſchine, wodurch das Waſſer einer, unten am Ber-ge