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Beschreibung der in England seit 1759. angelegten, und jetzt gröstentheils vollendeten schiffbaren Kanäle, zur innern Gemeinschaft der vornehmsten Handelsstädte : Nebst einem Versuch einer Geschichte der inländischen Schiffahrt, und aller, bis jetzt, in- und außerhalb Europa bekannten schiffbaren Kanäle / Von J. L. Hogrewe ...
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144
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Tab. VII.Fig. 7.und 8.

Fig. 9.und 10.

144 Beſchreibung des Kanals

Da der Kanal, wie ſchon erwaͤhnet, mittelſt hoher Waſſerlceitungen,uͤber Fluͤſſe, Baͤche, Gruͤnde, und in niedrigen Gegenden, zwiſchen, an beidenSeiten aufgefuͤhrten Daͤmmen, fortlaͤuft; und es ſich leicht eraͤugnen koͤnnte,daß ein oder anderer Theil ſchadhaft wuͤrde, und ein Durchbruch entſtuͤnde, wo—durch alles Waſſer ablaufen, der den Kanal ins trockne ſetzen, und vielleicht ei—ne ganze Gegend uͤberſchwemmen wuͤrde: ſo hat der Hr. Brindley dieſe drohen—de Gefahr dadurch abgewendet, daß er an beiden Enden einer ſolchen Waſſer—leitung, oder des Grundes, durch welchen der erhoͤhete Kanal gehet, ſogenann—te Floodgates oder Fluththuͤren angelegt hat. Dieſe ſind, wie der Standriß,Fig. 7. und Grundriß, Fig. 8. zeiget, auf dem Boden des Kanals, vorwertsetwas erhaben liegende Thuͤren, die ſich durch die, an den Enden des Drehbal—ken befindlichen eiſernen Zapfen, in dem an beiden Seitenmauren ausgetieftenQuadranten, aus der horizontalen Lage in die verticale verſetzen laſſen; damit,wenn nun ein ſolcher uͤber den natuͤrlichen Boden erhoͤheter Kanal unvermuthetSchaden nimmt und ein Durchbruch entſtehet, das von beiden Seiten nach die—ſer Luͤcke andringende Waſſer, dieſe Thuͤren in ihren Zapfen herumdrehe, ſie indie verticale Lage verſetze, und ſich dadurch ſelbſt hindere, abzulaufen; folglichnichts weiter, als der zwiſchen zwey Floodgates liegende Theil des Kanals, ab-laufen koͤnne.

Damit aber auch der Kanal ſeine einmal beſtimmte Waſſertiefe nicht uͤber-ſchreite, ſo ſind laͤngſt demſelben, an dazu ſchicklichen Stellen, zirkelrunde Ueber—faͤlle angelegt, die, wie der Grundriß, Fig. 9. und Durchſchnitt, Fig. 10. zeiget,mit Daͤmmen A, umgeben ſind, welche ſich zu beiden Seiten an das Ufer desKanals anſchließen. Und da der gemauerte Rand, B, nicht hoͤher, als dasWaſſer im Kanal iſt, ſo faͤllt der Ueberfluß uͤber ſelbigen, ſtuͤrzet ſich in den Trich-ter, C, herunter, und nimmt durch den gemauerten Kanal, D, in ein Thaloder Bach ſeinen Abfluß.

Das zur Schiffahrt bendthigte Waſſer erhalt der Kanal, zum Theil,aus den Quellen, zu Worsley, die nach einer genauen Ausmeſſung, in den trok-kenſten