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Beschreibung der in England seit 1759. angelegten, und jetzt gröstentheils vollendeten schiffbaren Kanäle, zur innern Gemeinschaft der vornehmsten Handelsstädte : Nebst einem Versuch einer Geschichte der inländischen Schiffahrt, und aller, bis jetzt, in- und außerhalb Europa bekannten schiffbaren Kanäle / Von J. L. Hogrewe ...
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149
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des Herzogs von Bridgewater. 149

und nach der Waſſerwage den Lauf deſſelben ſo zu dirigiren, daß das wenigſteund kein uͤberfluͤſſiges Erdreich ausgegraben werde: ſo entſtehet hieraus gewoͤhn—lich die Beſchwerde, daß der Kanal ſich nach dem krummen Lauf der Hoͤhen rich—ten, und an ihrem Abhange herausgezogen werden muß, und daß man oft querdurch niedrige Gegenden zu gehen gendthiget iſt, die unter dieſem Waſſerpaßliegen; da alsdann nichts uͤbrig bleibt, als entweder in dieſe niedrige Gegenddurch Schleuſen auf der einen Seite herunter, und auf der andern wieder hin—auf zu ſteigen, oder den Boden derſelben bis zum Horizont des Kanals zu erho-hen, und deſſen Waſſer an beiden Seiten mit tuͤchtigen Daͤmmen zu befaſſen.Beyde Faͤlle kommen hier um deſto haͤufiger vor, da der Herzog den ganzenKanal in einem gleichen Horizont fortgefuͤhret, und bloß an deſſen Ende, beyRuncorn, Schleuſen angeleget hat.

Ich habe deswegen Tab. VIII. Fig. 6. einen Durchſchnitt hergeſetzt, Tab. VIII.den der Kanal da erhaͤlt, wo er am Abhange eines Berges oder einer Anhoͤhe Fig. 6.heraus geleitet iſt; aus welchem zu erſehen, wie er auf der einen Seite einge—ſchnitten, auf der andern aber das Ufer durch die gusgegrabene Erde erhoͤhetworden iſt.

Der zweyte Fall findet ſich vornemlich bey Sale⸗Moor und Stretford,wo der Boden des Kanals 16 bis rs Fuß erhöͤhet, und der Schlauch deſſelben mitDaͤmmen eingefaſſet werden muſte; wie Fig. 7. einen ſolchen Durchſchnitt vor- Fig. 7.

ſtellet. Man kann leicht gedenken, daß eine ſolche Erhoͤhung des Erdbodens,0 in einer Laͤnge von faſt 3 Meilen, um deſto koſtbarer wurde, weil dieſe ungeheureMaſſe Erde von weiten herzugefuͤhret werden muſte. Dieſes geſchiehet aber aufö folgende Art. Es werden 2 lange Prahmen dergeſtalt an einander befeſtiget, daßö zwiſchen ihnen ein Raum von 2 Fuß bleibt, uͤber welchen ein langer Trog, derö 16 bis 18 Tonnen Erde in ſich faßet, geſtellet wird, deſſen Boden an der einen Sei-

te mit Gewinden befeſtiget iſt, und durch Aufziehung eines Pflocks plotzlich gedf—net werden kann. Dieſen Trog beladet man mit der ausgegrabenen Erde desKanals, fuͤhret ihn dahin wo der Boden erhoͤhet wer den ſoll, und laͤßt die Erde,

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