Band 
Fünfter Band.
Seite
62
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Die Morgenröthe.

Freund, was sollen die Thränen, die von der Wange dir schleichen?Was soll schweigender Gram hier an dem Becher der Lust?

Bist du der Einz'ge denn, den trügende Liebe gekränkt hat?

Du der Einzige, den Amor mir Qualen belohnt?

Trink' und vergiß des Grams! Blick' auf! Dort steiget AuroraAus den Wellen? wer weiß, ob wir den Hcsperus schau'n?

Die Erfindung der Wassermühle.

Laßt die Hände nun ruh'n, ihr mahlenden Mädchen, und schlafetLange; der Morgenhahn störe den Schlummer euch nicht.

Leres hat eure Mühe den Nymphen künftig empfohlen,

Hüpfend stürzen sie sich über da» rollende Rad,

Das mit vielen Speichen um seine Achse sich wälzend,

Wählender Steine vier, schwere, zermalmende, treibt.

Jetzt genießen wir wieder der alten goldenen Zeiten,

Essen der Göttin Frucht ohne belastende Müh'.

Die Birne«.

Säuselt hinaus, Ihr Bienen, ihr Kinder des honige» Frühlings,Schwärmt auf Blumen und dringt euern gesammelten Thau