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der die Arbeit übernehmen würde, zu erleichtern, fetzte er seineeigenen Ideen darüber auf, (vorzüglich was die deutschenSylbenmaße betrifft) machte selbst eine Sammlung vonPoetischen männlichen und weiblichen Namen, von Schäfer-namen, von komischen und geehrteren Bürgernamen, alle nachden Endsylben geordnet, wie sie in ein Reim-Register ein-zutragen seyn würden. Diese Materialien sind noch in Herr»Nicolai's Händen, und es wäre zu wünschen, daß den Plan,den er und Ramler entworfen hatten, irgend eine geschickteHand ausführte.
Die ersten Versuche seiner Jugendjahre verbarg er sorg-fältig vor dem Publikum. In den Bremischen BeiträgenZum Vergnügen des Verstandes und Witzes ließ er einigedavon abdrucken, ohne sich aber zu nennem Blos einige seinervertrautesten Freunde wußten darum; der Herausgeber hataber nicht mit Gewißheit erfahren können, welche Gedichtevon eigener Erfindung Ramlern darin angehören, und erselbst hat von seinen ältern Gedichten nur das einzige: Sehn-sucht »ach dem Winter, vom Jahre 1744, in die Sammlungseiner Werke aufgenommen. Desto gewisser weiß man, daßmehre von den übersetzten Horazischen Oden in den Bremi-schen Beiträgen von ihm sind, z. B. in der neuen 176S zuZSraunschweig erschienenen Auflage im I.Bd. S. 197 und 358.
In seinem 23. Jahre wagte er es zum ersten Male, sichdem Publikum zu nennen; dieses geschah in der Ode an Apollo,die er bei Eröffnung des Berlinischen Opernhauses dichtete.
Ramler ward in Berlin bald mit den vorzüglichsten Ge-lehrten bekannt. An Gleim's Stelle, der bald nach Ramler'sAnkunft Berlin verließ, trat der freundschaftliche Umgang mit