An den König von Preußen,
' Friedrich den Zweiten.
Friedrich, du, dem ein Gott das für die SterblichenZu gefährliche Loos eines Monarchen gab,
Und (ein Wunder für uns) der du dein Loos erfüllst!
Ach! kein Denkmal aus Stein, himmelan aufgethürmt,Sag' der Nachwelt dein Lob. Hebe zur herrlichstenAller Städte, die je Reichthum und Macht erschuf,
Deine Lhronstadt empor: alle die Tempel, derPallas und dem Apoll und dem verwundeten,Unbezwinglichen Mars heilig, sind Trümmer einst.
Zwar das Jahrbuch der Welt nennt, wann der EifergeistStolzer Könige schläft, dich den Eroberer,
Dich den Großen; doch ach! heißt dieß ein Leben fürDeine Lugenden? So lebt in EuropenS, soIn der ältern Welt Asiens mancher Fürst,
Dir an Weisheit nicht gleich. Selbst der unsterblicheMacedonier — wie lebt er? Bewundert nur,
Nicht geliebt: denn er fand keinen Dircäischen