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Jetzo vernahm ich melodisches Rauschen, das leiser und
leiser
Stets sich dem Ohre verlor. Es war das Rauschen der
Bäche,
Die den krystallenen Grotten entsprudelten. Still an dem
Ufer
Stand ich, und sah, wie die Quelle das Salz im Entsteh»
in sich aufnimmt.
Einige glitten dahin, als hätte der Winter mit Froste
Sie bedeckt, und andere zerstäubten im fliegenden Sturze.
Nur ein dämmernder Tag weilt hier. Bom bleicheren Zwie-licht
Sanft beschimmert, entstieg ein Gewölk dem stürzende»
Wasser.
Liebliches Farbenspiel erschien in dem leichten Gewölks,
Zwar kaum sichtbar und matt, doch schön und hehr, wie dem
Vollmond
Gegenüber im braunen Gewölk der regnichten Herbstnacht
Sich mit welkendem Schimmer der farbige Boden erhebet.
Jeglicher Bach spült hier des hell durchsichtigen Salzes
Ab vom Saume des Ufers, das sanft in die Wellen hinab-
schmilzt,
Reißt es mit fort, und trägt es, mit seinem Gewässer ver-einbart,
Zu den lichten Gefilden der Erd' empor, wo sich endlich
Aus dem Schiefcrgebirg sein Quell ergießt, und das kranke
Menschengeschlecht einladet, Genesung und Leben zu schöpfen.
Grauliche Nebel umwölkten den Pfad, worauf ich an
meiner
Hehren Begleiterin Hand jetzt wandelte. Goldene Schimmer,