Aus dem gebärenden Chaos, wie zahllos fliegende FunkenAus dem brennenden Wald, ganz ohne Gesetze der Ordnung»Aber nicht lange, so zogen die größeren Körper die kleinern.Anfangs taumelten, schwankten in ihre» Bahnen die Welten,Bis das Gleichgewicht der ziehenden Kräfte der SonnenMit der enteilenden Kraft der Wandelsterne des KreislaufsEwige Gränzen bestimmt' am blauen Aethergewölbe.
Selber der Mensche» Geist bezog der WeltenerschafferMit den harmonischen Saiten der sympathetischen Freund-schaft,
Daß sie mit innigem, süßen Verlangen, und liebender Sehn-sucht
Gern sich suchten, und unter den zärtlichsten Regungen fänden;Daß sie einander sich liebten, und liebend empfänden, im
weiten
All, was groß und wahr ist, und schön; süß schwärmender
Wehmuth
Voll, in der Maiflur lauschten dem Nachtigallengesange,Oder mit denkendem Ernst anstaunten den Ozean Gottes,
Wo Gestirn an Gestirn hinschwimmt, gleich goldenen In-seln.
Hier verstummte die Nymphe. Mich mahnte die ernste Be-lehrung,
Ihr geliebten Entfernte«, an euch, an die Feier der Freund-schaft
In der geselligen Laube, wann durch die blühenden WipfelUns der Abendstcrn zur sanfter» Fröhlichkeit einlud»
Ahnend suchten, erkannten wir uns, und vom Munde zu
Munde
Scholl das festliche Bundeswort; Auf ewig! Wir schieden;Doch, mit der Treue Gurt zur Lebensreise gegürtet,
Denken wir froh des Wiedersehns dort über den Sternen.