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Nun das schwellende Jahr mit strahlendem Zepter beherr-schet:
Dann, ihr Siechen, enteilt, enteilt der verpesteten Stadt-luft,
Eilt auf stäubenden Rädern den Berg hinan, und hinunterWieder zum Thal, hindurch den Wald zum reizenden Tempe,Wo die Nymphe des Quells euch zuruft frohen Willkommen.Horch! so tönt ihr Gesang zum Empfang aus dämmernder
MooSkluft:
Kommt, ihr Geweihten der Qual! Ihr Opfer der blassen
Morbona!
Seyd mir willkommen im Thal! Für Lebenskummer und
Mühsal
Quillt Vergessenheit hier; hier blüh'n hesperische Gärten;Kein blauschuppiger Drache bewacht sie; hier ist das Ei-land
Heiterer Ruh', wo Jeder in sorgenzerstreuender MußeSelige Tage verlebt; hier säuselt ein grünendes Daphne,Lächelt ein duftendes Enna, bewässert mäandrischer BächeSilber ein tempisches Thal; ein Jdyllenleben zu führenWinkt ein Arkadien hier, wo jeder Jüngling ein Hirt ist,Schäferin jegliches Mädchen; wo Grazien Tänze beginnen;Ja, wo selber die Musen des Pindus goldenes HainthalWiederfinden, und oft dem entzogenen Waller erscheinen,Wann er einsam im Dunkel entlegener Schatten verweilet.Naht euch ohne Verzug, ihr Heilungsuchenden, naht euchMeinem Gebiet! Hier wird in der Kühle des luftigen HainesEuch unsichtbar begegnen die lebensfrohe Genesung,
Euch mit dem Nelkenodem umweh'n auf einsamen Pfaden,Euch erquicken im süßen, balsamischen Schlummer, und
huldvoll
Nach vollendeter Heilung zurück in die Heimath begleiten.